Staplerkauf: Ideales Staplermodell finden

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Der richtige Stapler für Ihr Unternehmen: Es gibt viele Möglichkeiten

Hubmaststapler sind häufig die erste Wahl. Nicht immer ist ein solches Flurförderzeug jedoch die technisch und wirtschaftlich beste Lösung. Viele Anwendungen erfordern den Spezialisten. Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Staplerarten mit ihren Eigenschaften und Anwendungen vor und geben Ihnen eine Vorstellung von den Kosten, mit denen jeweils zu rechnen ist. Ausführliche Informationen finden Sie unserer Rubrik Staplerarten, wo wir alle Staplermodelle ausführlich vorstellen.

Hubmaststapler

Als vielseitiges Arbeitspferd hat sich der Hubmaststapler oder Gegengewichtsstapler seit Jahrzehnten bewährt. Er kann die meisten Aufgaben in Handel, Handwerk, Gewerbe, Industrie und Logistik übernehmen. Die Modellpalette deckt einen weiten Bereich von Maschinengrößen, Tragfähigkeiten, Hubhöhen und Antriebsarten ab. Gängige Tragfähigkeiten liegen zwischen 1.000 und 7.000 kg. Je nach Ausführung des Hubmastes können Hubhöhen bis rund 6.000 mm erreicht werden. Für den Einsatz in schwierigem Gelände sind spezielle Geländestapler mit Vierradantrieb erhältlich. Wollen Sie extreme Lasten heben, bieten Schwerlaststapler eine Lösung. Sondermodelle können eine Tragfähigkeit von 70.000 kg erreichen, sind allerdings auch sehr kostspielig. Die Maschinen lassen sich mit Anbaugeräten noch weiter aufwerten. Dadurch kann in vielen Fällen der Kauf eines zusätzlichen Spezialstaplers verzichtet werden. Aufgrund der enormen Bandbreite an Modellen liegt die Investition in einem Bereich von rund 20.000 Euro bis über 350.000 Euro.

Hubmaststapler
Hubmaststapler © Supertrooper, fotolia.com
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Anbaugeräte für Hubmaststapler

Sollen Anbaugeräte die Grundfunktionen eines Frontstaplers ergänzen, ist es sinnvoll, diese gleichzeitig mit dem Stapler zu kaufen. So lassen sie sich optimal auf das Flurförderzeug abstimmen. Die wichtigsten Anbaugeräte:

Drehbare Klammern Anbaugeräte
Drehbare Klammern © KAUP GmbH & Co. KG

Arbeitsbühnen und Arbeitskörbe

Um einen Stapler zum Personentransport zu verwenden, sind Arbeitsbühnen vorgeschrieben, die auch als Personenkörbe oder Arbeitskörbe bezeichnet werden. Sie eignen sich sehr gut für Montage- und Instandhaltungsarbeiten auch in größeren Höhen.

Behälter

Behälter sind in den unterschiedlichsten Ausführungen und Größen verfügbar: als Kippbehälter, Kippmulden oder Lorenkipper, Behälter mit Bodenentleerung, Silo- und Spänebehälter oder Baustoffcontainer.

Dreher, Wender und Kipper

Häufig sind in der Industrie, in Handwerk, Gewerbe und Landwirtschaft Bewegungsabläufe wie Drehen, Kippen und Wenden gefragt. Mit den geeigneten Anbaugeräten können Gabelstapler auch für diese Anwendungen genutzt werden. Auch die hohen Ansprüche in der Lebensmittel- und Recyclingindustrie, der chemische und Automobilindustrie, in Schmelzbetrieben und Gießereien lassen sich mit hochwertigen Anbaugeräten erfüllen.

Gabeln und Gabelzubehör

Gabelverlängerungen, Teleskopgabeln, Zinkenverstellgeräte, Seitenschieber und Abschieber erhöhen die Produktivität für viele Sonderaufgaben

Greifer und Zangen

Rundholzzangen, Ballenzangen und Fassgreifer, Paket- und Plattenzangen sowie Fertigteilzangen für Betonteile sind typische Beispiele dafür, auch spezielle Lasten sicher in den Griff zu bekommen.

Klammern

Ein Gabelstapler mit einer so genannten Klammer, einem Greifer oder einem Klammerkörper als Anbaugerät kann große runde Güter ebenso problemlos transportieren wie komplette Geräte, Betonbauteile, Kisten und anderes Stückgut wie unpalettierte oder nicht unterfahrbare Lasten.

Kranhaken, Kranarme und Traversen

Mit einem Lasthaken oder einem Kranarm wird ein Gabelstapler im Nu zum einem mobilen Kran. Hier ist jedoch zu beachten, dass die unter Umständen deutlich vergrößerten Vorbaumaße die Resttragfähigkeit stark verringern können.

Schaufeln

Ob für Sand, Kies, Schotter oder Splitt, Pellets oder Granulate, Kartoffeln oder Getreide – als günstige Alternative zum Schaufellader kann ein Gabelstapler mit Schaufel in Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft wirtschaftlich eingesetzt werden. Angeboten werden die nützlichen Helfer mit Fassungsvermögen von 0,3 cbm bis 3 cbm.

Tragdorne

Stapler mit Tragdornen können Drahtbunde, Stahlcoils, kurze Rohre aus Beton, Keramik oder Stahl, sowie Teppich- und Papierrollen oder andere Güter mit ähnlichen Geometrien transportieren. Die Tragfähigkeiten liegen zwischen 1.000 kg und 52.000 kg. Natürlich nur dann, wenn der Gabelstapler für solche Lasten geeignet ist.

Winterdienstgeräte

Vom Kehrbesen über Kehrmaschinen mit rotierender Bürste bis zum Schneeschild reichen die Anbaugeräte für den Winterdienst. Auch die Beseitigung von Schmutz und Staub, Sand, Holz- oder Metallspänen, Dünger oder Salz sind Aufgaben für diese Anbauten.

Schubmaststapler

Im Gegensatz zu Hubmaststaplern, die ihre Standsicherheit vor allem durch ein Gegengewicht erhalten, sind Schubmaststapler an ihrer Front mit Radarmen ausgestattet. Der Mast liegt innerhalb der Radarme, wird also von den Rädern gestützt. Nur bei der Lastaufnahme bzw. beim Absetzen wird der Mast nach vorne geschoben. Durch die Konstruktion ist ein deutlich geringeres Gegengewicht gegenüber Hubmaststaplern erforderlich und die Geräte können kürzer gebaut werden. So entsteht der Raumgewinn, der für die enge Welt der Regale erforderlich ist. Lasten bis rund 3.000 kg lassen sich mit Schubmaststaplern auf eine Höhe bis etwa 14 m anheben. Die Preispanne reicht von rund 30.000 Euro bis über 50.000 Euro.

Still Schubmaststapler FM-X © Still
Still Schubmaststapler FM-X © Still

Kommissionierer

Kommissionierstapler, Kommissionierer oder Order-Picker werden eingesetzt, um Ware für einen vorgegebenen Kunden- oder Produktionsauftrag zusammenzustellen. Niederhubkommissionierer erreichen Hubhöhen um die 2 m, während Mittelhubkommissionierer bis zu einer Höhe von etwa 6,5 m arbeiten. Hochhubkommissionierer können bis in Höhen von über 14 Metern eingesetzt werden, was etwa einem fünfstöckigen Gebäude entspricht. Beide Varianten sind so konstruiert, dass sowohl der Fahrerstand oder Fahrersitz als auch die Gabel auf Arbeitshöhe angehoben werden können. Diese als „Man up“-Modelle bezeichneten Stapler ermöglichen es dem Fahrer, Kommissionierarbeiten in dieser Höhe bequem durchzuführen. Aufgabengemäß verfügen Kommissionierer über Elektromotoren, sind also uneingeschränkt im Innenbereich einsetzbar. Bei Tragfähigkeiten von 1.500 bis 2.500 kg liegen die Anschaffungskosten ab 15.000 Euro und können bis 40.000 Euro gehen.

Horizontalkommissionierer
Horizontalkommissionierer © Jungheinrich

TIPP

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Seitenstapler

Bei Seitenstaplern, die auch Quergabelstapler genannt werden, ist die Lastaufnahmeeinrichtung mit dem Gabelpaar quer zur Fahrtrichtung angeordnet. Die Last wird zum Transport auf eine Ablagefläche innerhalb der Fahrzeugkontur abgelegt. Auch der Fahrersitz ist quer angebracht, damit der Fahrer die Last beim Aufnehmen und Absetzen im Blick hat. Dadurch bedingt muss er bei der Fahrt nach links oder rechts schauen. Drehbare Fahrersitze erleichtern die Fahrtätigkeit. Durch die seitliche Lastaufnahme bestimmt nicht mehr die Länge der Last oder des Fahrzeugs die erforderliche Verkehrsfläche, sondern nur noch die Breite des Fahrzeugs. So können auch schmale Gänge befahren und Tore passiert werden. Bei Seitenstaplern besteht die Wahlmöglichkeit zwischen Elektro-, Diesel- und Gasantrieb.

So genannte Vierwegeseitenstapler verfügen über eine Drehbarkeit aller vier Räder um jeweils 90 Grad. Dadurch wird die Wendigkeit deutlich vergrößert. Ein Mehrwegestapler besitzt die Fähigkeit, alle Räder in beliebigen Winkeln zu drehen, kann also beispielsweise auch diagonal fahren. Überall dort, wo Langgüter gelagert und transportiert werden, ist ein Seitenstapler zuhause. Häufig nachgefragte Tragfähigkeiten liegen zwischen 2.000 kg und 10.000 kg, wobei die höheren Leistungsklassen den Verbrennungsmotoren vorbehalten sind. Je nach Hersteller, Tragkraft, Hubhöhe und Ausführung liegen Anschaffungskosten ab rund 50.000 Euro und reichen bis etwa 100.000 Euro. Vierwege- und Mehrwegestapler können zu Preisen zwischen 45.000 Euro und 150.000 Euro in der Standardausführung erworben werden.

Seitenstapler
Seitenstapler © Baumann Srl

Containerstapler

Containerstapler, auch Reachstacker oder Greifstapler genannt, verfügen über einen Ausleger, an dem das Containergeschirr als Lastaufnahmemittel befestigt ist. Ein Containerstapler greift den Container von oben. Reachstacker können sehr hoch und bis in die dritte Reihe stapeln. Eine Alternative für intensiven Containerumschlag sind Portalwagen, die sich vor allem für sehr große Containerterminals eignen, wie sie für Seehäfen typisch sind. Nach dem Bestimmungszweck teilt man die Maschinen in Leercontainerstapler und Vollcontainerstapler. Ab rund 150.000 Euro beginnen die Anschaffungskosten von Neumaschinen. Größere und leistungsfähigere Exemplare können auch mehr als 300.000 Euro kosten.

Containerstapler
Containerstapler © Hyster Germany GmbH

Teleskopstapler

Gemeinsames Merkmal aller Teleskopstapler ist ein Teleskoparm, der mittig im Fahrzeug angeordnet und am hinteren Ende des Fahrzeugs gelagert ist. Dieser Arm wird mit Hydraulikzylindern gehoben und gesenkt. Zusammen mit dem Teleskopmechanismus ergeben sich zwei Bewegungsrichtungen, durch deren Überlagerung jede Position im Arbeitsfeld erreicht werden kann. Die Lagerung des Teleskoparms mittig am Fahrzeugheck ermöglicht durch den großen Abstand zur Vorderachse eine hohe Tragfähigkeit bei Arbeiten in Fahrzeuglängsrichtung.

Allradantrieb über einen starken Dieselmotor ist Standard. Die freien Hydraulikanschlüsse am Kopf des Teleskoparms gestatten den einfachen Anschluss hydraulisch betriebener Anbaugeräte. Teleskopstapler können Lasten von deutlich über 20.000 kg heben und Hubhöhen von rund 30 m erreichen. Je größer die Ausladung des Teleskoparms, desto geringer wird die Tragfähigkeit. Durch die große Bandbreite an Hubhöhen, Reichweiten und Tragfähigkeiten liegen die Kosten für die Anschaffung zwischen 75.000 Euro und über 200.000 Euro.

Teleskopstapler
Teleskopstapler in der Recycling-Industrie © Merlo Deutschland GmbH

Schlepper

Schlepper sind Flurförderzeuge ohne Hubeinrichtung. Sollen in der Intralogistik Güter lediglich horizontal transportiert werden, lassen sich Schlepper wirtschaftlich einsetzen. Dies ist vor allem bei längeren Strecken und häufigem Transport beispielsweise von Teilen und Komponenten zwischen verschiedenen Produktionsanlagen gegeben. Schlepper können sehr große Lasten ziehen. Die Modellpalette reicht von kleinen handgeführten Schleppern über Varianten mit Sitzmöglichkeit bis hin zu Versionen mit zweisitziger Kabine. Als Antrieb kommen sowohl Elektromotoren, Gas- oder Dieselaggregate in Frage. Ab rund 10.000 Euro sind für einen ausgewachsenen Elektroschlepper zu zahlen. Mit zunehmender Leistungsfähigkeit und Ausstattung können auch schnell mehr als 50.000 Euro erreicht werden.

Schlepper EZS 590 © Jungheinrich
Schlepper EZS 590 © Jungheinrich

Hubwagen

Für Transportaufgaben, die noch nicht die Leistungsfähigkeit eines Gabelstaplers erfordern, können Hubwagen die Lösung der Wahl sein. Ihre Bandbreite reicht vom manuellen Niederhubwagen bis hin zu elektrischen Hochhubwagen mit Fahrersitz. Ausführliche Informationen zu Hubwagen bietet Ihnen unser Artikel „So finden Sie den richtigen Hubwagen“ mit Tipps zum Neukauf von Hubwagen.

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