Staplerschein: Kosten und Preise

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Staplerschein: Kosten und Preise

Der Flurfördermittelschein (Staplerschein) ist nicht nur für junge Schulabsolventen eine attraktive Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeit, sondern ebenso für ältere Arbeitnehmer und Arbeitsuchende. Denn keine andere Fachqualifikation lässt sich in so kurzer Zeit erwerben und dann unmittelbar im Betrieb nutzen. Die Ausbildung dauert nicht länger als eine Woche, die Kosten sind überschaubar,und die Nachfrage nach Staplerfahrern ist bundesweit hoch.

Staplerschein © Björn Wylezich, fotolia.com
Staplerschein © Björn Wylezich, fotolia.com

Wer nach Anbietern für eine Staplerschein-Ausbildung sucht, findet bei Google direkt eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote, die sich in ihrer Dauer und den Kosten teilweise deutlich voneinander unterscheiden. Formell handelt es sich bei dem Staplerschein um eine Fachunterweisung, nicht um eine betriebliche Ausbildung. Daher gibt es zwar in der DGUV G 308-001 Empfehlungen, was Umfang und Dauer der Ausbildung angeht (mindestens 20 Lerneinheiten zu je 45 Minuten für Theorie und Praxis), diese sind jedoch nicht verpflichtend. Entscheidend ist vielmehr, sowohl die theoretische als auch die praktische Prüfung zu bestehen – der Weg dorthin kann individuell gestaltet werden.

Aus diesem Grund gibt es sowohl Kurse, die damit beworben werden, dass Teilnehmer innerhalb eines Tages den Staplerschein erwerben können, als auch solche, die für die gleiche Ausbildung einen Zeitrahmen von 3 bis 5 Tagen ansetzen. Es ist dabei tatsächlich kritisch zu hinterfragen, ob innerhalb eines Tages sämtliche relevanten Aspekte vermittelt und erlernt werden können – zumindest bei solchen Personen, die bisher keinerlei praktische Erfahrung mit dem Führen und Bedienen von Flurförderzeugen gesammelt haben.

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Welche Anbieter für den Staplerschein gibt es?

Neben regionalen Anbietern gibt es einige Organisationen, die bundesweit tätig sind und regelmäßig Staplerfahrer ausbilden:

Auch große Hersteller von Flurförderzeugen wie STILL oder Jungheinrich bieten regelmäßig Kurse an, die zudem oftmals direkt im Betrieb durchgeführt werden können.

Wer den Staplerschein aus eigener Initiative machen möchte, um seine persönlichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, sollte nicht allein auf die Kosten für den Staplerschein achten, sondern vor allem auf den Ausbildungsrahmenplan. Orientiert sich dieser in Umfang und Dauer an den Vorgaben der DGUV (10 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten Theorie, 10 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten Fahrpraxis), dann ist gewährleistet, dass während der Ausbildung alle wichtigen Aspekte vermittelt werden und die Absolventen danach gut auf ihre zukünftige Tätigkeit als Staplerfahrer vorbereitet sind.

Was kostet ein Staplerschein?

Kosten © Gina Sanders, fotolia.com
Was kostet ein Staplerschein? © Gina Sanders, fotolia.com

Die Kosten für den Staplerschein liegen für einen zweitägigen Kurs in der Regel zwischen 150 und 300 Euro. Längere Kurse sind entsprechend teurer. In diesen Kosten sind alle Unterrichtsmaterialien enthalten, ebenso die Nutzung des Staplers im Rahmen der praktischen Ausbildung sowie die beiden Prüfungen (schriftliche Theorieprüfung und praktische Fahrprüfung). Nicht enthalten sind jedoch die Kosten für An- und Abfahrt sowie für Übernachtung am Ausbildungsort; diese müssen vom Stapleranwärter oder seinem Arbeitgeber selbst getragen werden.

Preisebeispiele für eine 2-tägie und 3-tägige Schulung mit Erwerb des Staplerscheins (Stand 02/2018)

Anbieter Dauer Preis (brutto)
TÜV Süd 2 Tage 233,24 EUR
Dekra 2 Tage 261,80 EUR
STILL 2 Tage 284,41 EUR
Anbieter Dauer Preis (brutto)
TÜV Süd 3 Tage 327,25 EUR
Dekra 3 Tage 392,70 EUR

Wer bereits Erfahrungen im Umgang mit Staplern und anderen Flurförderzeugen gesammelt hat, etwa im Rahmen der betrieblichen Berufsausbildung, kann hierbei allerdings einiges an Zeit und Geld sparen. Denn viele Anbieter bieten sowohl Kurse für komplette Anfänger (2 Tage oder länger) als auch solche für Fortgeschrittene an, bei denen vor allem die praktische Ausbildung kürzer ist. Wer also schon eine gewisse Routine mit dem Stapler hat, kann den Staplerschein günstiger innerhalb von nur einem Tag erwerben.

Weil der Staplerschein lebenslang gültig ist, ist es für den Erwerb nicht relevant, ob die Ausbildung einen oder fünf Tage gedauert hat. Entscheidend ist nur, dass die beiden Prüfungen bestanden wurden. Wer das geschafft hat, kann seinen Staplerschein lebenslang nutzen und von dieser beruflichen Qualifikation profitieren. Allerdings zeigt sich häufig, dass vor allem die theoretische Prüfung viele Absolventen vor Probleme stellt. Darum sollten die möglichen Prüfungsfragen geübt werden, beispielsweise mit der großen Prüfungsfragensammlung auf Staplerberater.de.

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Wer trägt die Kosten für den Staplerschein?

Wenn es sich um eine Qualifizierungsmaßnahme des Arbeitgebers handelt, übernimmt dieser meist die kompletten Kosten für den Staplerschein. Daher lohnt es sich für Arbeitnehmer, die sich innerbetrieblich weiterbilden wollen, ihren Wunsch und die Kostenübernahme rechtzeitig mit dem Vorgesetzten zu besprechen.

Wer hingegen eigeninitiativ den Staplerschein erwerben will, muss die Kosten hierfür zunächst selber tragen. Wer Unterstützung von der Arbeitsagentur erhält, sollte vor Beginn der Ausbildung einen Antrag auf Kostenübernahme für eine berufliche Weiterbildung oder Qualifikation im Sinne des SGB III stellen („Antrag auf Gewährung einer Förderung aus dem Vermittlungsbudget gem. § 45 SGB“). Konkret muss hier die „Erstattung der Kosten für den Berechtigungsschein zum Führen von Flurförderzeugen/Gabelstaplern (Staplerschein)“ beantragt werden.

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Kosten für den Staplerschein: Arbeitgeber oder Arbeitsagentur übernehmen eventuell die Kosten © lokomotiv07, fotolia.com

Allerdings ist eine Kostenübernahme für den Staplerschein durch die Arbeitsagentur nur dann möglich, wenn hierdurch die Chancen zur beruflichen Eingliederung erhöht werden oder der Staplerschein für eine beabsichtigte Arbeitsaufnahme erforderlich ist. Denn bei der Ausbildung zum Staplerfahrer handelt es sich eben nicht unbedingt um eine anerkannte berufliche Weiterbildung. Der Sachbearbeiter hat vielmehr einen Ermessensspielraum, kann also den Antrag auf Kostenübernahme auch ablehnen – z. B. wenn keine Aussichten bestehen, damit in absehbarer Zeit eine Anstellung als Staplerfahrer zu erhalten.

Droht wegen eines nicht vorhandenen Staplerscheins die Arbeitslosigkeit und ist der Arbeitgeber nicht bereit oder in der Lage, die Kosten für den Staplerschein zu übernehmen, kann ebenfalls eine Übernahme durch die Arbeitsagentur beantragt werden.

Wichtig: Sollen die Kosten für den Staplerschein von der Arbeitsagentur übernommen werden, muss in der Regel zunächst ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt und bewilligt werden, bevor die Ausbildung begonnen wird.

Welche anderen Möglichkeiten der Kostenübernahme gibt es?

Wenn sich der Arbeitgeber nicht an den Kosten für den Staplerschein beteiligt und auch eine Kostenübernahme durch die Arbeitsagentur nicht möglich ist, müssen die Kosten aus eigener Tasche bezahlt werden. An dieser Stelle soll jedoch noch einmal herausgestellt werden, dass diese Kosten im Bereich von maximal rund 300 Euro liegen, also vergleichsweise moderat und überschaubar sind.

Es gibt dann immerhin noch die Möglichkeit, die Rechnung bei der nächsten Steuererklärung einzureichen und als Ausbildungskosten geltend zu machen, um so die eigene Steuerlast zu reduzieren. Allerdings müssen die Kosten für den Staplerschein dann zunächst in voller Höhe selbst bezahlt werden – und die Steuererstattung ist im Regelfall geringer als die tatsächlichen Kosten. Dennoch lohnt es sich, den Staplerschein zu erwerben. Denn Staplerfahrer werden branchenübergreifend seit Jahren stark nachgefragt, und diese Tendenz wird sich in den nächsten Jahren eher noch verstärken als wieder abschwächen.

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