Arbeitsbühnen und Arbeitskörbe

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Arbeitsbühnen und Arbeitskörbe: Nach oben bitte

Grundsätzlich ist es verboten, Personen mit einem Stapler zu befördern oder anzuheben. Das Verbot hat gute Gründe. Zu groß ist die Unfallgefahr, wenn eine Person direkt auf den Gabelzinken oder einer aufgelegten Palette steht. Dabei wäre es doch so praktisch, um mal eben etwas aus dem Regal zu holen oder eine Kleinigkeit in einigen Metern Höhe zu reparieren.

Um einen Stapler dennoch für eine solche Funktion zu verwenden, sind Arbeitsbühnen vorgeschrieben, die auch als Personenkörbe oder Arbeitskörbe bezeichnet werden und zu den Anbaugeräten gehören. Sie haben meist eine Tragkraft von rund 300 kg und können daher zwei Personen und zusätzliches Werkzeug sowie Material aufnehmen. Damit eignen sie sich gut für Montage- und Instandhaltungsarbeiten auch in größeren Höhen.

Versionen für eine Einzelperson sind ebenfalls erhältlich. Als Material für eine Arbeitsbühne eignet sich vor allem verzinkter oder pulverbeschichteter Stahl. Bei manchen Modellen wird auch Aluminium verwendet.

Gabelstapler Arbeitsbühne
Arbeitsbühne © BAUER GmbH

An alles gedacht

Zur Grundausstattung von Arbeitsbühnen gehören u. a. ein Geländer, ein hohes Gitter zum Hubgerüst hin und eine Sicherheitstür mit automatischem Türschließer. Arbeitsbühnen werden mit den Gabelzinken des Staplers über so genannte Einfahrtaschen aufgenommen. Ein Unterfahrschutz verhindert dabei, dass eine Bühne unbeabsichtigt unter den Einfahrtaschen aufgenommen werden kann.

Die Anbaugeräte sind entweder für die Aufnahme an der Schmalseite oder an der Breitseite konzipiert. Dadurch ist eine wechselseitige Montage nicht möglich. So wird sichergestellt, dass das Schutzgitter auch tatsächlich zum Hubgerüst hin ausgerichtet ist Weitere Sicherheitsmerkmale können eine Blitzleuchte und ein Zustimmungstaster gegen versehentliches Bewegen der Bühne oder ein Schutzdach sein.

Arbeitsbühne Gabelstapler
Arbeitsbühne Gabelstapler © BAUER GmbH
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Was die Arbeit erleichtert

Praktische Details bestehen beispielsweise in einer verzinkten Werkzeugablage und einer integrierten Kabelrolle für Arbeiten mit elektrischem Werkzeug oder einer Arbeitsleuchte. Für den leichten Transport am Boden können die Arbeitsbühnen mit Lenk- und Bocktollen ausgestattet sein. Manche Bühnen sind auch klappbar ausgeführt und nehmen bei Nichtgebrauch kaum Platz ein. Besonders vielseitig sind Arbeitsbühnen, die durch zusätzliche Halterungen kranbar sind.

Sicherheit an erster Stelle

An Arbeitsbühnen werden sehr hohe Anforderungen bezüglich der Sicherheit gestellt. Sie müssen ganz bestimmte Mindesteigenschaften aufweisen. Auch die Kombination aus Gabelstapler und Anbaugerät muss genauen Kriterien entsprechen.

Das Reglement erfasst bereits das Aufnehmen der Arbeitsbühne, das sich im Übrigen ähnlich dem Aufnehmen einer Palette gestaltet. Zur Aufnahme auf die Gabelzinken müssen die Anbaugeräte mit Gabelzinkentaschen ausgestattet sein. Die möglichst weit auseinander liegenden Einfahrtaschen sind nach unten und seitlich geschlossen auszuführen. Als Sicherung gegen unbeabsichtigtes Abrutschen ist eine formschlüssige Befestigung des Arbeitskorbes hinter dem Gabelrücken oder dem Gabelträger vorgeschrieben. Geeignet dafür sind Bügel, Bolzen, Ketten oder Stangen, die wiederum gegen unbeabsichtigtes Lösen gesichert werden müssen.

Arbeitsbühne Gabelstapler
Arbeitsbühne: Rutfest und stabile Befestigung © BAUER GmbH

Die rutschsichere Standfläche der Arbeitsbühne muss mit einem Geländer umgeben sein, das mindestens 1 Meter hoch ist und über eine Fußleiste von mindestens 15 cm und eine weitere Leiste in Kniehöhe ausgestattet sein. Zu den weiteren Merkmalen der Abschrankung gehört eine nach innen öffnende Sicherheitstür.

Eine besondere Gefahrenstelle ergibt sich an der Seite, die dem Hubmast zugewandt ist. Hier muss ein engmaschiges Drahtgitter von mindestens 1,80 Höhe über die gesamte Breite der Arbeitsbühne gewährleisten, dass kein Kontakt zu den Teilen am Hubgerüst möglich ist und die Nutzer so vor den Quetsch- und Scherstellen gesichert sind.

Weitere Erfordernisse liegen in der Standsicherheit der Kombination aus Stapler und Arbeitsbühne und in der Tragfähigkeit. Für den Betrieb an Regalen oder in Schmalgängen werden erhöhte Anforderungen an Arbeitskörbe gestellt. Sie berücksichtigen u. a. die Quetschgefahr zwischen Regal und Arbeitskorb.

Auch für die Arbeiten selbst gibt es Sicherheitsvorschriften. Zum Beispiel für die Verständigung zwischen Staplerfahrer und den Personen im Korb, das Verfahren des Staplers während der Arbeiten und das Verbot, den Standplatz auf der Arbeitsbühne durch Kisten oder Tritte zu erhöhen. Und schließlich muss auch eine entsprechende Betriebsanweisung vorliegen.

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