Winterdienstgeräte

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Anbaugeräte, die Ihren Stapler fit für den Winterdienst machen

Während öffentliche Straßen und Wege von kommunalen Mitarbeitern im Räumdienst von Eis und Schnee befreit werden, müssen Unternehmen sich in Eigenregie um die Sauberkeit und Sicherheit ihrer Zufahrten und Wege kümmern. Das kann, gerade bei größeren Flächen, eine sehr zeitintensive Aufgabe sein. Doch mit den passenden Anbaugeräten für den Stapler lässt sie sich deutlich effizienter und schneller erledigen.

Schneeschild mit Klappschare aus Stahl © stabau
Anbaugerät: Schneeschild mit Klappschare aus Stahl © stabau

Grundsätzlich gilt auch auf beschränkt öffentlichen Wegen, Straßen oder Verkehrsräumen die Straßenverkehrsordnung (StVO). Und die schreibt in § 1 folgende Grundregeln vor:

„(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet, oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

Beschränkt öffentliche Wege sind zum Beispiel Zufahrten zu Verladestraßen, allgemein benutzbare Wege zu Privatgrundstücken, Parkplätze und Parkhäuser, Betriebshöfe und Ladestraßen. Selbst bei abgegrenzten oder nur zeitweise öffentlich zugänglichen Verkehrsräumen muss der Unternehmer sicherstellen, dass diese jederzeit für alle Verkehrsteilnehmer sicher sind. Aus diesem Grund obliegt es der Verantwortung des Unternehmers, auch bei Eis und Schnee zu gewährleisten, dass Fußgänger, Lkw- und Staplerfahrer auf dem Parkplatz oder den Zufahrten nicht unvermeidbar behindert oder gefährdet werden.

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Eignet sich jeder Stapler für den Winterdienst?

Grundsätzlich kann jeder motorbetriebene Stapler mit Anbaugeräten für den Winterdienst ausgestattet werden. Allerdings sind dazu auch die einschlägigen Vorschriften zu beachten, insbesondere die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Diese gilt für alle Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h.

FFZ mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 6 km/h unterliegen keiner Zulassungspflicht. Sie benötigen kein amtliches Kennzeichen und auch keine Haftpflichtversicherung. Allerdings muss auf der linken Fahrzeugseite ein dauerhaft lesbares Schild mit Namen und Anschrift des Besitzers angebracht sein.

FFZ mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 6 bis maximal 20 km/h brauchen eine Einzelbetriebserlaubnis nach § 21 StVZO sowie ein dauerhaft lesbares Schild mit Namen und Anschrift des Besitzers. Eine Haftpflichtversicherung ist für sie jedoch ebenfalls nicht vorgeschrieben – außer für Wagen und Schlepper.

FFZ mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 20 km/h benötigen eine amtliche Zulassung und ein amtliches Kennzeichen. Ebenfalls vorgeschrieben sind für sie eine Einzelbetriebserlaubnis und eine Haftpflichtversicherung. Zudem müssen sie regelmäßig zur Haupt- und Abgasuntersuchung.

Daraus ergibt sich, dass nur motorbetriebene Stapler mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 6 km/h ohne zusätzliche behördliche Genehmigungen im Winterdienst eingesetzt werden dürfen. Bei stärker motorisierten Staplern muss zunächst die örtliche Zulassungsbehörde eingeschaltet werden, um die erforderlichen Zulassungen zu erhalten.

Generell eignen sich Stapler mit Verbrennungsmotor eher für den rauen Einsatz in Eis und Schnee. Denn diese Geräte sind weniger empfindlich, z. B. gegenüber eindringender Feuchtigkeit. Doch ein Verbrennungsmotor allein reicht nicht aus – vielmehr braucht es die passenden Anbaugeräte, um aus einem Stapler einen Schneepflug oder ein anderes Räumfahrzeug zu machen, das in den Morgenstunden für freie Zufahrten und sichere Verkehrsflächen sorgt.

Sicher unterwegs, auch auf rutschigem Untergrund

Stapler, die im Normalfall in einem Gebäude eingesetzt werden, sind mit Reifen ausgestattet, die kein oder nur wenig Profil aufweisen. Was in der Halle mit glattem, trockenen Boden optimal ist, wird bereits bei einer dünnen Schneedecke zum Problem: Die Reifen haben nicht genug Grip auf dem Untergrund, und das Fahrzeug lässt sich nicht zuverlässig beschleunigen, bremsen oder lenken. Abhilfe schaffen hier entweder grobstollige Reifen (die jedoch beim Wechsel in die Halle wieder getauscht werden müssen) oder das Aufziehen von Schneeketten.

Winter-Schneeketten für Stapler sind mittlerweile für alle Reifengrößen erhältlich. Die Ketten lassen sich mit ein wenig Übung innerhalb von wenigen Minuten aufziehen oder abnehmen. Weil sich Schneeketten für Stapler sich in Material und Verarbeitung von denen für Autos oder Lkw unterscheiden, sollten nur Schneeketten verwendet werden, die speziell für Stapler entwickelt worden sind. Sie können das hohe Eigengewicht des Fahrzeugs dauerhaft unbeschadet überstehen.

Schnee beseitigen und räumen

Um Verkehrswege schnell und gründlich von Neuschnee zu befreien, eignen sich sogenannte Schneeschilde besonders gut. Diese konkav geformten Räumschilde werden einfach auf die Staplergabeln geschoben und in der gewünschten Position (gerade oder schräg nach links/rechts) fixiert. Je nach Position schieben sie den Schnee bei der Fahrt vor sich her oder räumen ihn direkt beim Fahren zur Seite, wobei der Anstellwinkel variiert werden kann.

Schneeschild Anbaugerät
Schneeschild Anbaugerät © BAUER GmbH

Schneeschilde sind in zwei Varianten erhältlich: Schneeschieber sind technisch einfacher gehalten und vor allem für die Beräumung von glatten Flächen geeignet. Dagegen ist ein Stapler-Schneepflug zusätzlich mit einer Niveauregulierung ausgestattet, die das Räumen von unebenen Flächen vereinfacht. Damit der Untergrund beim Räumen nicht beschädigt wird, ist die Unterseite der Schneeschilde mit einer Schürfleiste aus Gummi oder Hartkunststoff versehen. Diese kann, weil das Material bei regelmäßiger Verwendung zunehmend verschleißt, einfach ausgetauscht werden, so dass ein Schneeschild nicht nur in der Theorie viele Jahre und Jahrzehnte genutzt werden kann.

Bei großen Schneemengen reicht es nicht mehr aus, den Schnee einfach vor sich her oder an die Seite zu schieben. Vielmehr muss der Niederschlag aufgenommen und irgendwie entsorgt bzw. dort gelagert werden, wo er keine Behinderung für das Tagesgeschäft darstellt. Ist das nicht durch reines Schieben der Schneemassen zu realisieren, kann eine Stapler-Schaufel helfen. Diese Anbauschaufeln sind in unterschiedlichen Größen (in m³, bezogen auf den Inhalt der Schaufel) und Ausführungen (mechanische oder hydraulische Steuerung) erhältlich. Praktischerweise eignen sie sich nicht nur für Schnee, sondern für alle losen Güter und Schüttgüter.

Verkehrswege dauerhaft schnee- und eisfrei halten

Frisch gefallener Neuschnee ist nicht die einzige Gefährdung, die auf Wegen und Flächen im Winter auftreten kann. Wenn die frische Schneedecke weitgehend beräumt ist, müssen die Verkehrswege dennoch von Restschnee und Eis befreit oder zumindest gestreut werden, damit sie für Fußgänger und Fahrzeuge einen sicheren Untergrund bieten. Ein klassischer Besen ist dafür besonders gut geeignet und lässt sich als Anbaugerät auch für den Stapler nachrüsten. Stapler-Kehrbesen werden einfach auf die Gabelzinken geschoben und mit Schrauben oder Splinten gesichert. So wird der Stapler schnell zu einem flexiblen Reinigungsgerät, das übrigens nicht nur zum Fegen von Schnee, sondern für alle Arten von Kehrgut eingesetzt werden kann.

Anbaugerät Kehrbesen Gabelstapler
Kehrbesen Anbaugerät © BAUER GmbH

Stapler-Kehrbesen sind in Breiten von bis zu 2.000 mm erhältlich. Damit sind sie deutlich breiter als klassische Handbesen mit Stiel, weshalb sie sich besonders gut für großflächige Reinigungsarbeiten eignen. Wie ein Schneeschild kann auch ein Kehrbesen nicht nur gerade, sondern auch schräg nach links oder rechts montiert werden, um das Kehrgut nicht nur vor sich herzuschieben, sondern es außerhalb der Fahrstrecke zu sammeln. Professionelle Besensysteme sind zudem modular aufgebaut, so dass einzelne Bürstenelemente problemlos ausgetauscht werden können, wenn sie verschmutzt oder abgenutzt sind.

Wichtig: Sowohl Schneeschilde als auch Schneebesen sollten nach Möglichkeit breiter sein als der Stapler, mit dem sie bedient werden. Denn nur so ist sichergestellt, dass auch der Stapler von der geräumten Fahrbahn profitiert und seine Reifen auf schneefreiem Untergrund gut laufen können.

Nicht jede Fahrbahn lässt sich im Winter mit mechanischen Mitteln allein in einen verkehrssicheren Zustand bringen. Wenn Schneeschaufel und -Besen nicht ausreichen, muss die rutschige Oberfläche außerdem mit Streusalz, Rollsplitt oder anderen geeigneten Materialien behandelt werden. Auch für diesen Anwendungsfall gibt es passende Anbaugeräte: Streuwagen, die als Nachlaufstreuer hinter dem Stapler an der Anhängerkupplung befestigt werden. Sie bestehen aus einem großen Vorratsbehälter für das Streumaterial und einer Mechanik, die dafür sorgt, dass das Streugut dosiert und großflächig aufgebracht wird.

Schneeschieber und Streuer Anbaugerät Gabelstapler
Schneeschieber und Streuer Anbaugerät © BAUER GmbH

In Kombination mit einem Räum- oder Kehranbaugerät kann so in einem Arbeitsgang die Verkehrsfläche von Eis und Schnee befreit und gleichzeitig ein Streumittel aufgebracht werden.

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