Auch Hubwagen brauchen Pflege – 8 Tipps, um die Lebensdauer zu verlängern

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Ein Hubwagen ermöglicht es, Paletten und andere unterfahrbare Ladungsträger mit geringem Kraftaufwand zu verfahren und zu transportieren. Besonders Handhubwagen, die nur mit Muskelkraft angetrieben werden, sind beliebt und in vielen Unternehmen zu finden – auch deswegen, weil sie mit wenigen hundert Euro für einen neuen Hubwagen recht günstig in der Anschaffung sind.

Elektrischer 4-Wege-Hubwagen © STILL
Elektrischer 4-Wege-Hubwagen © STILL

Wie alle technischen Geräte brauchen jedoch auch Hubwagen Pflege, damit sie möglichst lange halten und einsatzbereit bleiben. Mit den folgenden Tipps und Hinweisen können Sie die Lebensdauer Ihres Hubwagens deutlich verlängern. So sparen Sie nicht nur Geld, sondern stellen auch sicher, dass Ihre Transporthilfe nicht im falschen Moment aufgrund eines technischen Defekts ausfällt. Denn das ist meist mit erheblichen Mehrkosten verbunden – ganz abgesehen von den Problemen, die der Ausfall für Ihre operatives Tagesgeschäft und Ihre Kunden bedeutet.

  1. Hubwagen nicht überlasten

    Jeder Hubwagen ist werkseitig auf eine maximal zulässige Beladung ausgelegt, die sowohl in der Betriebsanleitung als auch auf dem am Hubwagen angebrachten Last-Schwerpunkt-Diagramm angegeben wird. Wählen Sie daher stets ein Gerät mit einer maximalen Tragfähigkeit, die größer als das größte Lastgewicht ist. Oder verteilen Sie die Last auf zwei oder mehr Ladungsträger, um die maximal zulässige Last nicht zu überschreiten.

  2. Ölstand regelmäßig überprüfen
    Jeder Hubwagen ist mit einer Hydraulik ausgestattet, die das Anheben und Absenken der Last unterstützt. Zwar befindet sich das Hydrauliköl in einem geschlossenen Kreislauf, dennoch lassen sich gewisse Verluste nicht vermeiden, die sich im Laufe der Zeit und aufgrund der regulären Nutzung ergeben. Wie beim Stapler und anderen FFZ muss daher auch bei einem Hubwagen der Ölstand in regelmäßigen Zeitabständen überprüft werden. Am besten checken Sie spätestens alle 6 Monate, ob noch genügend Hydrauliköl vorhanden ist, und füllen bei Bedarf mit einem geeigneten Öl nach. Sollten Sie bereits vor dem nächsten Check feststellen, dass die Leistung Ihres Hubwagens nachlässt oder dass der Hubwagen trotz Nachfüllen weniger als 6 Monate zuverlässig arbeitet, ist dies möglicherweise ein Hinweis auf einen Defekt. In diesem Fall sollten Sie einen Techniker beauftragen, den Hubwagen gründlich zu überprüfen, weil vielleicht Undichtigkeiten im Ölkreislauf oder andere technische Probleme vorliegen.
  3. Senkventil regeln, um Fehlfunktionen zu vermeiden

    Wenn der Hubwagen trotz Pumpbewegungen mit der Gabel und bei gedrücktem Absenkhebel nicht ordnungsgemäß funktioniert, kann das am Senkventil liegen. Wenn Sie den Hubwagen nicht mehr hochpumpen können, müssen Sie die Schraube am Senkventil etwas herausdrehen. Sollte die Gabel nicht mehr wie gewünscht abgesenkt werden, drehen Sie die Schraube am Senkventil etwas mehr ein.

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  5. Kettensitz überprüfen und korrigieren

    Die Kette des Hubwagens ist für die einwandfreie, störungsfreie Funktion unverzichtbar. Überprüfen Sie regelmäßig, am besten routinemäßig zu Beginn jedes Arbeitstages, ob die Kette richtig sitzt und das Senkventil am Hubwagen ohne Verzögerung auf den Absenkhebel reagiert. Ist das nicht der Fall, sollten Sie den Kettensitz überprüfen und ggf. korrigieren.

  6. Luft in der Hydraulik vermeiden

    Die Hydraulik ist ein geschlossener Kreislauf und kann nur solange einwandfrei und zuverlässig arbeiten, wenn keine Luft in das System eindringen kann. Um das zu vermeiden, sollten Sie den Hubwagen möglichst nicht auf schiefem Untergrund nutzen – das ist ohnehin nicht empfehlenswert, weil es das Risiko eines Unfalls erhöht. Sollte es unumgänglich sein, einen Höhenunterschied zu überwinden, nutzen Sie dafür lieber eine ausreichend lange (und darum weniger steile) Rampe.

  7. Hubwagen regelmäßig entlüften

    Luft kann in die Hydraulik auch mit der Zeit eindringen, wenn das Gerät länger nicht genutzt wird. In diesem Fall schaffen Sie Abhilfe, indem Sie den Hubwagen entlüften. Einen Handhubwagen können Sie selber nach den Vorgaben des Herstellers über den Entlüftungshebel entlüften. Bei einem elektrischen Modell überlassen Sie das Entlüften lieber dem Kundendienst. Wichtig: Der Hubwagen sollte nicht beladen sein. Danach können Sie den Griff oder Hebel in die Position zum Absenken der Gabel bringen. Durch wiederholte Auf- und Abbewegungen der Deichsel entfernen Sie die Luft aus dem Kreislauf.

  8. Lager und Achsen regelmäßig schmieren

    Damit ein Hubwagen ohne Probleme arbeiten kann, müssen alle beweglichen Teile immer gut geschmiert sein. Werkseitig sind Räder, Achsen bzw. Lager mit einem langlebigen, besonders zähen Schmierfett versehen, doch diese Erstschmierung hält natürlich nicht ewig. Daher sollten Sie einmal im Monat oder nach einer intensiven Reinigung zu einem vom Hersteller empfohlenen Schmierfett greifen und damit die Schmiernippel versorgen bzw. alle erforderlichen Teile einfetten.

  9. Räder pflegen und schützen

    Die Räder eines Hubwagens sorgen für die notwendige Mobilität und sind daher für die einwandfreie Funktion besonders wichtig. Reinigen Sie die Räder und Achsen regelmäßig und entfernen Sie Schmutz, Steinchen oder um die Achse gewickelte Fasern schnellstmöglich. Zudem sollten Sie den Hubwagen nur auf einem geeigneten Untergrund verwenden und dafür auch ggf. einen Umweg einplanen.

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