Elektrische Hubwagen

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Elektrische Hubwagen: Arten, Kosten und Vorteile

Elektrische Hubwagen für kraftsparende Warenbewegung
Elektrische Hubwagen für kraftsparende Warenbewegung

Elektrische Hubwagen sind weit verbreitete Flurförderzeuge, die aufgrund ihrer Wendigkeit, ihres geringen Platzbedarfs, ihrer einfachen Bedienung und nicht zuletzt wegen der geringen Anschaffungs- und Wartungskosten in vielen Unternehmen und Betrieben eingesetzt werden.

Man kann drei Arten von Elektrohubwägen unterscheiden
Man kann drei Arten von Elektrohubwägen unterscheiden

Grundsätzlich werden elektrische Hubwagen – oder auch kurz Elektrohubwagen – in drei Klassen unterteilt: Niederhubwagen, die ausschließlich für den Transport von Paletten, Gitterboxen oder anderen unterfahrbaren Ladungsträgern eingesetzt werden, sowie Mittel- und Hochhubwagen, die Ladungsträger nicht nur von A nach B verfahren, sondern auch soweit anheben können, dass sie beispielsweise auf einem Lkw übereinander gestapelt werden können. Auch für die Beladung und Entnahme aus Paletten- und Übergaberegalen kommen anstelle von Front- und anderen Staplern häufig Mittel- oder Hochhubwagen zum Einsatz.

Elektro Niederhubwagen im Einsatz © Toyota
Elektro Niederhubwagen im Einsatz © Toyota

Elektrische Hubwagen: Was sie können

Wie der Name bereits deutlich macht, sind Elektrohubwagen mit einem (Elektro-)Motor ausgestattet. Dieser stellt den Antrieb für das Gerät dar, das so ohne Kraftanstrengung bewegt werden kann. Um einen elektrischen Hubwagen zu fahren, reicht es aus, die Deichsel in einen Winkel von etwa 40-50 Grad zu bringen und den Handschalter zu betätigen. Wird dieser in Richtung der Gabeln bewegt, beginnt der Elektrohubwagen mit einer Vorwärtsfahrt. Wird der Schalter nach hinten, also zum Bediener bewegt, setzt sich das FFZ in diese Richtung in Bewegung. Um einen elektrischen Hubwagen zu stoppen, reicht es aus, den Handschalter nicht mehr zu betätigen oder die Deichsel in ihre senkrechte Grundstellung zu bringen. Beides unterbricht sofort die Fahrbewegung.

Totmann-Schaltung bei elektrischem Hubwagen
Totmann-Schaltung bei elektrischem Hubwagen

Der Motor wird über eine Batterie, die sich an der Bedienerseite befindet, mit Strom versorgt. Gleichzeitig versorgt die Batterie auch die Hydraulik des Elektrohubwagens mit Energie, um die Auf- und Abwärtsbewegung der Gabel zu ermöglichen. Bei modernen Geräten ist diese Funktion ebenfalls mit einem am Deichselkopf angebrachten Drehgriff zu erreichen. Ältere Geräte haben einen separaten Griff am Motorblock, so dass der Bediener des Hubwagens nicht gleichzeitig fahren und die Gabel heben oder senken kann.

Elektro Hochhubwagen © Linde Material Handling
Elektro Hochhubwagen © Linde Material Handling

Je nach Modell und Ausführung können elektrische Hubwagen die Last nur wenige Zentimeter anheben (Niederhubwagen) oder bei Geräten mit Duplex- oder Triplexmast auch mehrere Meter in die Höhe bringen. Anders als bei einem (Gegengewicht-)Stapler verfügt ein Hubwagen über ein bewegliches Hubgerüst, an dem die Hubgabeln befestigt sind, und ein Paar Fahrgabeln, die nicht oder (bei einigen Mittel- oder Hochhubwagen) nur wenige Zentimeter angehoben werden können. So können maximal zwei Paletten gleichzeitig transportiert werden, während das Gerät auch ohne Gegengewicht eine hohe Stabilität aufweist.

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Die Kapazität von Elektrohubwagen ist meist vergleichbar mit der von manuell betriebenen Geräten. Sie bewegt sich etwa in einem Bereich von 1.000 bis 1.500 kg, bei Doppelstock-Hubwagen auch deutlich höher (bis ca. 2.500 kg). Die Gabeln sind, anders als beim Frontstapler, nicht in ihrer Breite zu verstellen, so dass (elektrisch) Hubwagen Paletten in der Regel von der schmaleren Längsseite unterfahren. Dazu kommt, dass die Fahrgabeln das Unterfahren von der Querseite erschweren und hierbei zudem immer die Gefahr besteht, dass Schäden an der Palette oder dem Gerät entstehen.

Elektrische Hubwagen sind sowohl für den Mitgängerbetrieb erhältlich als auch mit Fahrersitz oder Fahrerstandplattform. Während für den Einsatz von Mitgängerfahrzeugen nur eine schriftliche Beauftragung sowie eine Einweisung durch den Vorgesetzten erforderlich ist, müssen Bediener von Elektrohubwagen mit Fahrerstand oder -sitz zusätzlich einen Flurfördermittelschein besitzen.

Fahrersitzhubwagen © Linde Material Handling
Fahrersitzhubwagen © Linde Material Handling

Unabhängig davon, ob der Elektrohubwagen als Mitgänger- oder Mitfahrergerät ausgeführt ist, sind diese Geräte im Vergleich zu einem Stapler oder anderem FFZ deutlich langsamer. Trotz Motorisierung erreichen sie nur Schrittgeschwindigkeit. Daher werden elektrische Hubwagen meist dort eingesetzt, wo keine weiten Fahrstrecken zu überbrücken sind, etwa im Warenein- oder Warenausgang, im Versand, auf dem Verladehof oder im Nachschublager. Für Hochregallager oder Lager mit hohem Durchsatz und weiten Fahrstrecken sind Elektrohubwagen nicht so gut geeignet; hier sollten besser Frontstapler oder schnellere Mitfahrgeräte wie Seitenstandstapler eingesetzt werden.

Elektrische Hubwagen: Was sie kosten

Elektroniederhubwagen mit einer Kapazität von 1.200 bis 1.500 kg sind neu schon ab etwa 2.500 Euro netto erhältlich. Höhere Kapazitäten oder die Möglichkeit, die Palette nicht nur anzuheben, sondern mit einer integrierten Waage zu wiegen, sind deutlich teurer: Hier müssen Sie mit einer Investition von ca. 4.000 Euro netto oder mehr rechnen. Ebenfalls teurer sind elektrische Niederhubwagen mit Fahrerstand, für die Sie ab ca. 5.500 Euro netto ansetzen müssen. Und bei einem Gerät mit Fahrersitz sollten Sie mit ca. 10.000 Euro netto kalkulieren.

Elektrische Mittel- oder Hochhubwagen sind als Einsteigermodelle mit einer Hubhöhe von 1.600 mm ab ca. 4.500 Euro erhältlich, bei einer Tragkraft von bis zu 1.000 kg. Mehr Kapazität und/oder Hubhöhe erhöhen auch den Anschaffungspreis entsprechend, ebenso die Möglichkeit für den Bediener, den Elektrohubwagen von einer Plattform oder einem Sitz aus zu bedienen.

Neben den Kosten für den elektrischen Hubwagen selber müssen Sie auch die Kosten für das Ladegerät sowie für die jährliche Wartung einkalkulieren. Zudem sind mittlerweile neben den klassischen Blei-Säure-Batterien auch zunehmend Geräte mit modernen Lithium-Ionen-Batterien erhältlich. Sie weisen im direkten Vergleich deutliche Vorteile auf (geringere Ladezeiten, längere Nutzungsdauer, keine Gefahr von Knallgasbildung oder auslaufender Säure sowie geringere Abmaße), sind jedoch in der Anschaffung teurer.

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Elektrische Hubwagen: Pluspunkte

  • Große Vielfalt an unterschiedlichen Ausführungen und Modellen
  • Einfaches Handling, das schnell erlernt werden kann
  • Hohe Flexibilität
  • Große Wendigkeit
  • Geringer Platzbedarf
  • Gut für horizontale Arbeiten geeignet
  • Auch für die Nutzung auf Lkw und Aufliegern geeignet
  • Hohe Ergonomie und ermüdungsfreies Arbeiten
  • Höhere Produktivität als bei manuellen Geräten

Elektrische Hubwagen: Besonderheiten

Elektrohubwagen sind optimal für alle Tätigkeiten, bei denen Paletten und vergleichbare Ladungsträger horizontal versetzt werden sollen. Elektrische Niederhubwagen sind leicht und wendig, passen durch jede Tür und können auch auf der Ladefläche eines Lkw oder auf Wechselbrücken eingesetzt werden. Zudem sind auch Geräte mit integrierter Palettenwaage erhältlich, die damit den Umweg zu einer Bodenwaage ersparen und dennoch das Frachtgewicht ausreichend genau ermitteln können.

Je höher der Elektrohubwagen die Last verfahren kann, desto höher sind auch sein Eigengewicht und der Mastaufbau. Das ist bei Durchfahrten, Toren oder oberhalb von Fahrwegen angebrachten Querverstrebungen (z. B. Beleuchtung, Schilder, Traversen) zu beachten.

Elektro-Hochhubwagen sind keine Leichtgewichte
Elektro-Hochhubwagen sind keine Leichtgewichte

Für längere Fahrstrecken sind Elektrohubwagen aufgrund der geringen Fahrgeschwindigkeit weniger geeignet, diese sollten durch Stapler und andere Mitfahr-FFZ absolviert werden.

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