Niederhubwagen

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Niederhubwagen

Niederhubwagen können Paletten oder andere unterfahrbare Lasten aufnehmen, bodenfrei anheben, horizontal transportieren und wieder absetzen.

Handgabelhubwagen © Toyota
Handgabelhubwagen © Toyota

Hand-Niederhubwagen

Die einfachste Variante sind komplett handbetätigte Niederhubwagen. Sie besitzen eine verwindungssteife, geschweißte Rahmenkonstruktion mit einem so genannten Schildteil und zwei Gabelzinken. In den Schildteil ist eine kleine Hydraulikpumpe eingebaut, die über einen Hydraulikzylinder auf eine Mechanik wirkt. Diese Mechanik verstellt die Lagerung der Lastrollen und hebt so die Gabel an oder senkt sie ab. Die Lastrollen sind nicht lenkbar und als Doppel- oder Tandemrollen ausgeführt. Der Hub beträgt rund 200 mm und ist damit ausreichend für den horizontalen Transport auf ebenen Untergründen. Bodenunebenheiten lassen sich wegen der sehr kleinen Lastrollen mit einem beladenen Handhubwagen nur schlecht überwinden.

Einfaches Prinzip

Im Schildbereich befinden sich die Lagerung für die Handdeichsel sowie die lenkbare Doppelrolle, die einen größeren Durchmesser hat als die Lastrollen. Die Deichsel dient zum Ziehen, Schieben und Lenken des Hubwagens. Mit mehrmaliger Auf- und Abbewegung (Pumpschlag) der Deichsel betätigt der Bediener die Hydraulikpumpe. Mit einem Hebel an der Deichsel kann das Ablassventil bedient werden. Der gesamte Aufbau ist sehr einfach und kann leicht inspiziert werden. Bei geringem Wartungsaufwand lassen sich diese Hubwagen über einen sehr langen Zeitraum nutzen.

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Hohe Leistungsfähigkeit

Das Eigengewicht liegt je nach Ausführung und Hersteller zwischen weniger als 100 kg und mehr als 250 kg, die Tragfähigkeit kann 3 Tonnen erreichen. Hubwagen können mit einer Schnellhubeinrichtung für Teillast und mit zusätzlichen Querfahrrollen ausgestattet sein. Unterschiedliche Gabellängen gestatten die Anpassung an die geförderten Lasten. Durch ihre geringe Größe nehmen Hubwagen bei Nichtgebrauch kaum Platz ein. So können sie zum Beispiel einfach im Lager unter eine Palette geschoben werden und dort verbleiben. Diese Eigenschaft erlaubt es auch, Hubwagen auf einem Lkw mitzuführen und Lasten entweder über eine Ladebrücke oder mittels einer fahrzeugseitigen Ladebordwand zu laden und zu entladen.

Grundsätzlich muss die Ladung auf beiden Gabelzinken aufliegen und gleichmäßig auf diese verteilt sein, damit der Schwerpunkt innerhalb der Lenk- und Lastrollen liegt. So lässt sich ein Kippen vermeiden. Bedenklich ist es, einen Handhubwagen so hoch zu beladen, dass beim Verfahren der Last – besonders in Kurven – eine Stabilität selbst dann nicht mehr gewährleistet ist, wenn die eigentliche Tragfähigkeit nicht überschritten wird.

Semielektrische Niederhubwagen

Mit steigendem Gewicht der Last wird es für den Bediener immer schwerer, den Hubwagen manuell zu bewegen. Das Heben der Last erfordert lediglich mehr Pumpbewegungen, was die Arbeit etwas langsamer, jedoch nicht beschwerlicher macht. Hier bieten Semi-Elektrohubwagen eine ebenso kompakte wie preisgünstige Möglichkeit. Sie sind elektrisch fahrend und manuell hebend. Durch die gegenüber „vollwertigen“ Elektrohubwagen einfachere Konstruktion und Elektronik sind semielektrische Niederhubwagen günstiger in der Anschaffung.

Elektrische Niederhubwagen

Elektro Niederhubwagen
Elektro Niederhubwagen © Toyota
Bei elektrischen Niederhubwagen werden sowohl die Fahr- als auch die Hebe- und Senkfunktion elektrisch betrieben. Alle Funktionen lassen sich bequem vom Deichselkopf aus steuern. So wird der Bediener entlastet und kann sich auf das Wesentliche konzentrieren. Der Transport wird zudem beschleunigt und die Produktivität vergrößert. Je nach Leistungsklasse eignen sich Elektro-Niederhubwagen in Standardausführung für Lasten von etwa 1 bis über 3 Tonnen.

Als Antrieb dienen Elektromotoren vorzugsweise in Drehstromtechnik. Die Energiespeicher sind entweder wartungsfreie Gel-Batterien oder herkömmliche Blei-Säure-Akkus, die sich besonders im Mehrschichtbetrieb bewähren. Auch Stapler mit Batterien in Lithium-Ionen-Technologie sind erhältlich. Häufig sind Ladegeräte mit Steckerkabel gleich integriert, so dass sich die Hubwagen einfach an einer Steckdose aufladen lassen. Ein elektrisches Energiemanagement nutzt die Antriebsbatterien optimal.

Nützliche Details

Zusätzliche Merkmale können die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Arbeit mit einem elektrischen Niederhubwagen weiter steigern. Dazu zählen u.a. Wippentaster mit berührungsloser Elektronik, Schleichfahrttaster am Deichselkopf für ein langsames und besonders präzises Verfahren, staubgeschützte Sensorik oder gefederte Stützräder und Koppelschwingen für eine optimale Verteilung der Stützkraft bei Geradeaus- und Kurvenfahrt. Elektrische Niederhubwagen mit zusätzlichem Rampenhub können an Rampen einen Niveauausgleich herstellen und dadurch beispielsweise auch die erste Palettenreihe eines Lkw bedienen.

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