IFOY Award

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Vorstellung IFOY Award

Der International Forklift of the Year (kurz: IFOY) Award wird seit 2013 jährlich für herausragende Produktinnovationen in den Bereichen Flurförderzeuge und Intralogistik verliehen. Träger ist der Fachverband Fördertechnik und Logistiksysteme im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA), die Entscheidung über die jährlichen Preisträger trifft jedoch eine internationale Jury von erfahrenen Fachjournalisten aus dem Bereich Logistik.

IFOY AWARD International Forklift Truck of the Year
IFOY AWARD International Forklift Truck of the Year

Der IFOY Award ist ein offener Wettbewerb, für den jeder Hersteller von Flurförderzeugen oder Intralogistiklösungen seine Produkte oder Dienstleistungen einreichen kann, sofern diese auf dem europäischen Markt vertrieben werden. Dafür stehen acht Kategorien zur Auswahl, in denen die Jury jeweils nach intensiven Tests einen Gewinner kürt, der das Siegel „Forklift Truck of the Year“ erhält:

  • 1. Counter Balanced Truck bis einschließlich 3,5 Tonnen
  • 2. Counter Balanced Truck über 3,5 Tonnen
  • 3. Heavy Load Forklift and Special Vehicle
  • 4. Warehouse Truck „highlifter“ (Hubhöhe über 6 Meter)
  • 5. Warehouse Truck „lowlifter“ (Hubhöhe bis 6 Meter)
  • 6. Automated Guided Vehicle
  • 7. Intralogistics Robot
  • 8. Intralogistics Software
  • 9. Integrated Warehouse Solution
  • 10. Special of the Year
  • 11. Startup of the Year

Jeder Hersteller oder Entwickler kann sich während der öffentlichen Bewerbungsphase (August bis Dezember) mit beliebig vielen Geräten bewerben. Während der Nominierungsphase (Dezember und Januar) benennt die Jury aus allen eingegangenen Bewerbungen in jeder Kategorie maximal fünf Fahrzeuge oder Lösungen, die dann in der Test- und Wahlphase (März und April) eine Woche lang im Rahmen des IFOY Tests unter realistischen Einsatzbedingungen getestet werden. Im Anschluss an den standardisierten Test wählt die Jury die Sieger jeder Kategorie, die dann im Mai bei der offiziellen Bekanntgabe und Preisverleihung bekanntgegeben werden.

Neutralität und Objektivität als Erfolgskriterien des IFOY Awards

Wer eine Innovation zum IFOY Award anmelden möchte, muss Bewerbungs- und Nominierungsgebühren zahlen und verpflichtet sich zudem, ein kostenloses Testgerät zur Verfügung zu stellen. Ein Preisgeld für die Gewinner gibt es jedoch nicht, stattdessen erhalten sie eine Trophäe und internationale mediale Aufmerksamkeit. Der IFOY Award genießt einen exzellenten Ruf in Fachkreisen, da er vollkommen herstellerneutral und unabhängig vergeben wird. Die komplette Jury besteht aus 25 renommierten Fachjournalisten. Vertreter von Herstellern im Fachbeirat haben lediglich beratende und vom VDMA nur überwachende und beratende Funktionen, jedoch kein Bewertungs- oder Stimmrecht.

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Ein mehrstufiges Verfahren ermittelt möglichst objektive Ergebnisse

Das Auswahl- und Bewertungsverfahren ist ebenfalls so geregelt, dass Entscheidungen möglichst objektiv getroffen werden. Zu diesem Zweck wurde ein mehrstufiges Verfahren entwickelt: Jedes Fahrzeug wird im Rahmen des international anerkannten Andersom-Tests bewertet. In diesem standardisierten Verfahren, das vom niederländischen Fachjournalisten Theo Egberts entwickelt und durchgeführt wird, wurden seit 1988 mehr als 400 Stapler und FFZ getestet. Jedes Gerät wird unter identischen Bedingungen in der Halle nach einer Vielzahl von Kriterien wie Verbrauch, Geschwindigkeit und Ergonomie bewertet und fließt mit seinen Ergebnissen in die europaweit größte Testdatenbank ein. Dabei wurden und werden alle Fahrzeuge nur von Theo Egberts getestet, um auszuschließen, dass die Ergebnisse durch verschiedene individuelle Fahrweisen verfälscht werden. Die jeweiligen Ergebnisse und die komplette Datenbank mit allen bisherigen Tests werden der Jury anschließend als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt. Theo Egberts ist selbst jedoch nicht Mitglied der Jury und hat damit auch kein Stimmrecht.

IFOY Tropäe © IFOY, Sebastian Gabsch
Begehrt: Die IFOY Tropäe für den Sieger © IFOY, Sebastian Gabsch

Wissenschaftlich unterstützter Innovation Check

Eine weitere qualitätssichernde Maßnahme ist der IFOY Innovation Check, der für jede Gerätekategorie durchgeführt wird. Wissenschaftler des Fraunhofer Institutes für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund und des Lehrstuhls für Maschinenelemente und Technische Logistik der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg fokussieren sich dabei ausschließlich auf den Innovationswert im Vergleich zum Branchenstandard. Dazu werden die schriftlichen Unterlagen analysiert und die vom Hersteller hervorgehobenen Funktionen und Eigenschaften mit dem Stand der Technik verglichen. Zusätzlich werden die Innovationen auch im praktischen Einsatz vor Ort untersucht und verifiziert. Die Ergebnisse werden der Jury ebenfalls zur Verfügung gestellt, die Wissenschaftler haben jedoch kein Stimmrecht und damit keine Möglichkeit, das Ergebnis direkt zu beeinflussen.

Zudem hat jedes Jurymitglied das Recht, eine Gruppe von Spezialisten und Fachleuten zu berufen, die bei der Wahl berät und unterstützt. Bei technischen Fragestellungen steht der Jury der Fachbeirat zur Seite, an dem auch Hersteller und Vertreter des VMDA teilnehmen. Dieser hat jedoch auch weder ein Stimmrecht noch ein Mitspracherecht bei operativen Entscheidungen. Jeder Juror ist vollkommen frei in seiner Entscheidung und gehalten, nicht alleine Performanceverbesserungen zu bewerten, sondern den gesamten Innovationswert.

Viele Kriterien fließen in die Bewertung der Jury ein

Bei Staplern sollen Innovation und Technik, Design, Handling und Ergonomie sowie Sicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geräte bewertet werden. Die Ergebnisse des Andersom-Tests sowie der Innovation Check sollen die Jury dabei unterstützen, eine objektive Entscheidung zu treffen. Sie sind jedoch für die Mitglieder nicht bindend.

Bei fahrerlosen Transportsystemen und Intralogistic Solutions entfällt der Test: Hier müssen die Bewerber bei erfolgreicher Nominierung auf eigene Kosten eine zehnminütige Präsentation vor der Jury in Deutsch und Englisch vorbereiten und können optional am Testtag einen Präsentationsstand aufbauen. Bei FTS wird dann durch die Jury die Innovation im Kontext der Anwendungsmöglichkeiten bewertet. Intralogistic Solutions werden in Bezug auf ihren Innovationswert in einer detaillierten Gesamtlösung bei einem konkreten Anwendungsfall bewertet. Dazu müssen die messbaren Erfolge detailliert dargestellt und etwa anhand von Kennzahlen nachgewiesen werden.

IFOY Award 2019 – die Sieger stehen fest

Ende April war es wieder soweit: In der Wiener Hofburg wurden offiziell die Gewinner des diesjährigen IFOY Awards gekürt. 29 Juroren hatten sie in einem dreiteiligen Audit bestimmt. Zu den glücklichen Gewinnern zählt unter anderen die deutsche Jungheinrich AG, die für ihren Schubmaststapler ETV 216i ausgezeichnet wurde: den weltweit ersten Schubmaststapler mit einer vollständig integrierten Li-Ion-Batterie.

Schubmaststapler mit LI-ion Batterie © jungheinrich
Schubmaststapler ETV 216i ausgezeichnet: den weltweit ersten Schubmaststapler mit einer vollständig integrierten Li-Ion-Batterie © jungheinrich

Auch die Still GmbH aus Hamburg konnte sich über eine der begehrten Auszeichnungen freuen: für einen Routenzug mit einem LTX50-Schlepper und automatischer Be- und Entladung. Und in der neuen Kategorie Startup of the Year lag am Ende ebenfalls eine Firma aus München vorn: Der ProGlove der Workaround GmbH ist ein intelligenter Handschuh zum Scannen von Bar- und 2D-Codes, der dank des IFOY-Awards nun sicherlich auch international mehr Aufmerksamkeit erzielen wird.

Weitere Informationen: https://ifoy.org/ifoy-2019/sieger-2019

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