Fahrerstandstapler

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Fahrerstandstapler – konstruiert für Hochleistungen

Währen der Fahrer bei einem klassischen Frontstapler auf dem Fahrersitz Platz nimmt und von dort aus sein Gerät steuert, fehlt bei einem Fahrerstandstapler der Sitz komplett. Das ist aber nicht der einzige Unterschied. Denn auch was die Fahrt- und Blickrichtung angeht, ist ein Fahrerstandstapler anders. Als das erste Modell, das von UniCarriers entwickelt wurde, im Jahr 1961 auf den Markt gelangte, galt das vergleichsweise kleine und wenige Gerät als „unmöglicher Stapler“.

Fahrerstandstapler © Toyota, stock.adobe.com
Fahrerstandstapler © Toyota, stock.adobe.com

Heute sind Fahrerstandstapler aus der modernen Logistik nicht mehr wegzudenken. Sie haben sich überall dort erfolgreich durchgesetzt, wo es auf hohe Umschlagleistung, schnelle Manöver und einen kleinen Wendekreis ankommt.

Aufbau des Fahrerstandstaplers

Wie andere Stapler ist auch ein Fahrerstandstapler mit zwei Gabeln und einem Hubmast ausgestattet. Damit kann er Paletten, Gitterboxen und andere unterfahrbare Ladungsträger in Längs- und Querrichtung aufnehmen und transportieren. Wie bei einem Hubwagen befinden sich vorne an den Gabeln starre Lastenrollen, die in der Rahmenkonstruktion befestigt sind und dem Gerät beim Anheben der Gabelzinken zusätzliche Stabilität verleihen. Die Lenkrollen sind – ebenfalls wie beim Hubwagen – am hinteren Ende, wo sich auch die Batterie und die Fahrerkabine befinden. Der Fahrer kann die Kabine von hinten betreten und verlassen und steht beim Fahren oder Bedienen seitlich zu den Gabelzinken und der Last. Gesteuert wird der Fahrerstandstapler mit einem Lenkrad, wobei das Gerät in der Regel rückwärts fährt, also mit den Gabelzinken nach hinten.

Der Fahrer ist durch die geschlossene Kabine sowohl gegen von oben herabfallende Gegenstände als auch gegen Kollisionen von der Seite geschützt. Sämtliche Bedienelemente sind innerhalb der geschützten Kabine angebracht und ermöglichen durch ihre Anordnung eine besonders ergonomische und ermüdungsfreie Arbeit.

Ein Fahrerstandstapler bietet zudem die Möglichkeit, zwei Paletten gleichzeitig aufzunehmen, entweder übereinandergestapelt oder mit einem Radarmhub (wie bei einem Doppelstock-Hubwagen). Die Höhe der Ladeeinheiten ist dabei nicht entscheidend, weil der Fahrer den Stapler rückwärts fahren kann und damit freie Sicht auf die Strecke hat. Hierdurch ergibt sich im Vergleich zu anderen Staplern oder Hubwagen eine deutlich Zeit- und Kostenersparnis, weshalb der „unmögliche Stapler“ heute in vielen Lager- und Logistikbereichen im Einsatz ist.

Fahrerstand Doppelstockbelader © Linde Material Handling
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Einsatzbereiche

Ein Fahrerstandstapler ist nicht nur eine sinnvolle Alternative zum Frontstapler, sondern auch zum Hubwagen oder zum Schubmaststapler. Durch den vergleichsweise kleinen Wendekreis und geringere Abmaße als ein in der Leistung vergleichbarer Front- oder Schubmaststapler eignen sich die wendigen und flinken Stapler besonders für Arbeiten, bei denen offene oder geschlossene Ladungsträger auf kurzen und mittellangen Distanzen umgeschlagen und transportiert werden müssen. Aufgrund ihres geringeren Eigengewichtes und des weit hinten liegenden Schwerpunktes können Fahrerstandstapler z. B. auf Ladebrücken oder im Schmalganglager eingesetzt werden.

Fahr-, Hub- und Senkgeschwindigkeit sind ähnlich schnell wie bei einem Frontstapler. Dem ist der Fahrerstandstapler aber in Sachen Wendigkeit und Ergonomie deutlich überlegen. Daher ist ein solcher Stapler immer dort ideal, wo Güter über kurze Distanzen – sowohl von der Entfernung als auch von der Höhe her – bewegt werden müssen.

Bauartbedingt ist die maximale Arbeitshöhe mit 6 bis 8 Metern geringer als beispielsweise bei einem Schwenkschubstapler. Doch für kleine und mittelgroße Lager mit 2 bis 5 Regalebenen für Paletten ist ein Fahrerstandstapler eine platzsparende Alternative.

Besonderheiten

Das Fahren und Arbeiten mit einem Fahrerstandstapler erfordert zunächst eine kurze Eingewöhnungszeit, da der Fahrer seitlich zur Fahrtrichtung steht und das Gerät in der Regel rückwärts fährt. Routinierte Fahrer gewöhnen sich allerdings innerhalb von Minuten daran und erkennen bereits bei den ersten Manövern die Vorzüge eines solchen Staplers. Denn durch die stehende Position ist die Arbeit sehr viel weniger ermüdend, außerdem lässt sich bei jeder Fahrtrichtung die Strecke problemlos und ohne Überlastung der Hals- und Nackenmuskulatur überblicken.

Während Rückwärtsfahrten bei einem Sitzstapler mit einer enormen Belastung für Bandscheiben und Nacken einhergehen, ist das beim Fahrerstandstapler kein Problem, weil der Fahrer seitlich zur Fahrstrecke steht und somit lediglich den Kopf ein wenig drehen muss.

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