Hochhubwagen

Teilen:

Hochhubwagen

Hochhubwagen
Hochhubwagen © Linde
Hochhubwagen eignen sich im Gegensatz zu Niederhubwagen nicht nur zum horizontalen Transport von Lasten, sondern auch zum Stapeln und zur Regalarbeit. Sie verfügen in der Regel über ein hydraulisches Hubgerüst mit Hubgabel. Wie bei den Niederhubwagen gibt es auch hier rein manuelle, semielektrische und elektrische Varianten.

Einsatzgebiete für Hochhubwagen finden sich dort, wo ein geringer oder normaler Warenumschlag noch nicht die Produktivität eines „ausgewachsenen“ Gabelstaplers erfordert. Neben der Regalarbeit eignen sich die Flurförderzeuge für das Be- und Entladen von Lkw. Doppelstock-Ausführungen können zwei Paletten gleichzeitig aufnehmen und einlagern.

Hand-Hochhubwagen

Manuelle Hochhubwagen, die auch Handstapler genannt werden, verfügen in der Regel über einen hydraulischen Hubmast in Simplex- oder Duplex-Ausführung für Hubhöhen bis 3.000 mm. Die Hubgabeln sind überwiegend auf die Länge und Breite von Europaletten abgestimmt. Die meisten Geräte können aufgrund ihrer Höhe auch durch normale Türöffnungen bewegt werden. Sowohl das stufenlose Heben und Senken als auch das Fahren sind rein manuell über den Deichselgriff realisiert. Zusätzlich kann bei manchen Typen die Hydraulik auch über ein Fußpedal betätigt werden.

Günstig in Anschaffung und Unterhalt

Mit der Deichsel werden die Hubwagen gelenkt und geschoben oder gezogen. Zum besseren Manövrieren sind die Hochhubwagen meist mit zusätzlichen Handgriffen am Hubmast ausgestattet. Zwei um 360° drehbare kugelgelagerte Lenkräder aus hoch belastbarem Nylon erleichtern ebenfalls das Rangieren. Die Tragfähigkeiten liegen im Bereich von etwa 1.000 bis 2.000 kg. Da die Flurförderzeuge ein beträchtliches Eigengewicht von teilweise über 300 kg haben, ist für ihren Fahrbetrieb ein hoher Kraftaufwand erforderlich.

Andererseits hat ein Hand-Hochhubwagen konstruktionsbedingt deutlich geringere Anschaffungs- und Wartungskosten. Ein Hochhubwagen mit einem zusätzlichen Fassheber kann zum Heben und Kippen von Fässern verwendet werden. Bei einem Kippwinkel von 180 Grad lassen sich Fässer vollständig entleeren. Hand-Hochhubwagen sind vor allem dort sinnvoll, wo an die Produktivität moderate Anforderungen gestellt werden.

Tipp: Nutzen Sie unseren kostenlosen Angebotsservice: Preise von gebrauchten oder neuen Staplern und Hubwagen vergleichen und bis zu 30 Prozent sparen

Hubwagen mit Seilwinde

Weitere Ausführungsformen von manuellen Hochhubwagen sind Hubwagen mit Seilwinde und Scherenhubwagen. Bei den Hubwagen mit Seilwinde erfolgt das Heben und Senken mit einer Handkurbel über wartungsfreie Seil- und Führungsrollen in der Mastkonstruktion. Die Höhe lässt sich sehr präzise einstellen. Sie eignen sich vor allem für gelegentliches Stapeln und Transportieren sowie für Montagearbeiten, bei denen eine genaue Positionierung erforderlich ist.

Scherenhubwagen

Scheren Gabelhubwagen
Scheren Gabelhubwagen © Toyota

Scherenhubwagen haben keinen Hubmast. Die Hebevorrichtung besteht aus einem hydraulisch betätigten Scherensystem mit einer Hubhöhe von typischerweise bis 1.000 mm und einer Tragfähigkeit bis rund 1.000 kg. Diese Spezies eignet sich nicht für das Einstapeln von Paletten, sondern eher für rückenschonende Kommissionierarbeiten und für das Einlagern von Teilen in Regale oder Fahrzeuge bei häufig wechselnden Höhen. Zudem kann ein Scherenhubwagen auch als Hubtisch, Bereitstellungstisch, höhenverstellbare Werkbank oder für die Platzierung von Aggregaten bei Montagearbeiten genutzt werden.

Semielektrische Hochhubwagen

Wie bei den Niederhubwagen gibt es auch bei den Hochhubwagen semielektrische Modelle. Diese werden manuell verfahren werden, verfügen aber über ein elektrohydraulisches System für das Heben und Senken von Paletten. Die semielektrischen Hochhubwagen lassen sich mit der Deichsel ziehen und schieben sowie mit zusätzlichen Handgriffen manövrieren. In den Deichselgriff sind die Steuerungselemente für die Hebe- und Senkfunktion integriert. Bei niedrigen Investitionskosten eignen sich die semielektrischen Hochhubwagen für kleinere Lager, als temporäre Ersatzgeräte und überall dort, wo der Bedarf noch keinen voll elektrischen Hubwagen erfordert.

Elektrische Hochhubwagen

Elektrischer Hochhubwagen
Elektrischer Hochhubwagen © Toyota

Komplett elektrisch betriebene Hochhubwagen besitzen bereits viele Merkmalle von „großen“ Flurföderzeugen. Im Gegensatz zu den Staplern besitzen sie jedoch wie alle Hubwagen eine Deichsel. Die Last auf der Gabel wird durch in die Gabel integrierte Lastrollen gestützt. So liegt der Schwerpunkt der Last auch hier innerhalb der Fahrzeugkontur.

Die Leistungsmerkmale ähneln in vielen Punkten denen der Handhochhubwagen. Allerdings erhöhen der elektrische Fahrantrieb und die elektrisch betriebene Hydraulik die Produktivität deutlich und entlasten zusätzlich den Bediener. Von der Tragfähigkeit umfasst die Palette der Standardgeräte Modelle von 1 t bis etwa 3 t. Die Hubhöhen können betragen modellabhängig mehr als 4 m erreichen. Drehstromfahrmotoren bieten hohe Leistungen bei geringem Stromverbrauch.

Produktivitätsfördernde Ausstattung

Je nach Modell besitzen elektrische Hochhubwagen sowohl ein Hubgerüst als auch anhebbare Radarme. Dadurch eignen sie sich auch als Doppelstockstapler. Zudem können Unebenheiten und Rampen besser befahren werden. Elektrische und mechanische Zusatzsysteme – als Serienausstattung oder Option – erleichtern die Arbeit mit den Flurförderzeugen und steigern die Produktivität.

Dazu zählen beispielsweise Assistenzsysteme für die automatische Verringerung der Geschwindigkeit bei Kurvenfahrten oder die Möglichkeit, durch Schleichfahrt auf engstem Raum an Regalen oder auf Ladeflächen von Fahrzeugen zu manövrieren. Stützradsysteme mit hydraulischer Arretierung erhöhen die Stand- und Fahrsicherheit. Mit einer Proportional-Hydraulik gestaltet sich das Absetzen der Last besonders sanft. Durch umfangreiche Anzeigen stehen ständig alle wichtigen Informationen zur Verfügung. Eine seitliche Wechselmöglichkeit gestattet einen schnellen Batteriewechsel für den Mehrschichtbetrieb.

Ideal für längere Transportstrecken

Einige Varianten eignen sich sowohl für den Mitgängerbetrieb als auch für den Mitfahrbetrieb. Sie besitzen klappbare oder feste Standplattformen – auch mit hochgezogenen Seitenteilen – für den Bediener oder sogar einen Fahrerarbeitsplatz mit elektronischer Lenkung und Fahrersitz. Im Mitfahrbetrieb ist eine höhere Transportgeschwindigkeit erreichbar, während im Mitgängerbetrieb die Geschwindigkeit automatisch angepasst wird. Zusätzlich zu einer gefederten Plattform oder einem gefederten Sitz kann auch der gesamte Antrieb gefedert sein. Das entlastet sowohl den Fahrer als auch die technischen Komponenten des Hubwagens.

bis zu 30% sparen

Angebote für Gabelstapler
und Hubwagen

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Email-Adresse wird nur für den Newsletterversand verwendet Datenschutzerklärung

Artikel teilen: