Seitenstapler

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Seitenstapler oder Quergabelstapler

Die meisten Gabelstapler sind als Frontstapler ausgeführt. Daher benötigen diese Flurförderzeuge für ihre Arbeit immer mindestens so viel Platz, wie die Gesamtlänge einschließlich Gabel vorgibt. Und das Rangieren erfordert noch einen „Zuschlag“. Diese ursprüngliche Konfiguration findet ihre Limitierung beim Betrieb in engen räumlichen Verhältnissen und beim Transport von langen oder sperrigen Lasten. Einem Transport mit Frontstaplern wäre durch die Breite von Gängen oder Hallentoren schnell Grenzen gesetzt wäre. Hier sind Seitenstapler in ihrem Metier.

Seitenstapler
Seitenstapler © Baumann Srl

Stapler nicht nur für Querdenker

Bei Seitenstaplern, die auch Quergabelstapler genannt werden, ist die Lastaufnahmeeinrichtung mit dem Gabelpaar quer zur Fahrtrichtung angeordnet. Auch der Fahrersitz ist quer angebracht, damit der Fahrer die Last beim Aufnehmen und Absetzen im Blick hat. Dadurch bedingt muss er bei der Fahrt nach links oder rechts schauen. Drehbare Fahrersitze erleichtern die Fahrtätigkeit.

bulmor Seitenstapler © bulmor
bulmor Seitenstapler © bulmor

Zusätzlich zu den Vorteilen der seitlich angebrachten Gabel verfügen Seitenstapler über einen Schubmast. Zur Lastaufnahme wird das Hubgerüst ausgefahren. Zum Transport wird das Hubgerüst komplett zurückgezogen und die Last auf einem Tisch abgelegt. Die Gabel hat dann keine tragende Funktion mehr. Meist besteht dieser Tisch aus zwei Plattformen, zwischen denen sich das Hubgerüst bewegt. Dadurch befindet sich das Transportgut sicher auf breiten Ablageflächen innerhalb der Fahrzeugkonturen und damit innerhalb der Räder – gut für die statische und dynamische Stabilität des Flurförderzeugs.

Gleichzeitig bestimmt nicht mehr die Länge der Last oder des Fahrzeugs die erforderliche Verkehrsfläche, sondern nur noch die Breite des Fahrzeugs. So können auch schmale Gänge befahren und Tore passiert werden. Ein wesentlicher Anwendungsbereich liegt dann auch im Betrieb als Schmalgangstapler, wobei die Maschinen frei verfahrbar oder direkt im Schmalgang mit mechanischen Vorrichtungen bzw. mit Transpondersystemen zwangsgeführt sein können.

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Wertvolle Lagerfläche gewinnen

Zwei wesentliche Nutzenaspekte dieser Flurförderzeuge liegen in der Optimierung der wertvollen Lagerfläche – es können deutlich mehr Regale auf gleicher Fläche untergebracht werden – und in der Möglichkeit, auch extrem lange und sperrige Lasten überhaupt effizient transportieren zu können.
Die generellen Vorteile lassen sich in einer Vielzahl von Leistungsklassen nutzen. Sogar Elektroseitenstapler als Mitgehfahrzeuge für den Betrieb in Schmalgängen sind verfügbar.

Optional können sie mit Seitenführung, Lenkhilfe oder Mitfahrplattform aufgerüstet werden. Das Gros der Seitenstapler machen die Maschinen mit Fahrerstand oder Arbeitsplatz mit Fahrersitz aus. Als Antriebe werden sowohl Elektro- als auch Diesel- und Treibgasmotoren genutzt. Die Tragfähigkeiten liegen zwischen 1,5 und 50 Tonnen. Seitenstapler können je nach Ausführung im Innen- und im Außenbereich betrieben werden. Durch die Wahl der Bereifung lassen sich die Flurförderzeuge exakt auf die Untergrundbedingungen abstimmen.

Großer Seitenstapler
Großer Seitenstapler © Baumann Srl

In alle Richtungen mobil

Um die Manövrierfähigkeit der Seitenstapler zu erhöhen, können sie je nach Hersteller und Ausführung mit drei oder vier schwenkbaren Rädern ausgestattet sein. Sind die Räder um 90° schwenkbar, werden sie als Vierwegestapler, bei beliebig schwenkbaren Rädern als Mehrwegestapler bezeichnet. Durch diese Konstruktion können Seitenstapler auf kleinstem Raum ebenso einfach wie präzise rangieren.

Weitere optionale Ausstattungsmerkmale können die Effizienz der Seitenstapler weiter erhöhen. Beispielsweise hydraulisch verstellbare Gabelzinken, Teleskopgabeln oder Gabelträger mit Scherensystem. Bei einigen Modellen kann das ganze Fahrzeug in Querrichtung geneigt werden. Das erleichtert das Aufnehmen und Absetzen der Lasten und entspricht bei der Fahrt der Funktion der Mastneigung nach hinten, wie sie bei Frontstaplern genutzt wird. Denn die Last liegt bei einem Seitenstapler ja auf den Plattformen vor und hinter dem Hubgerüst. Das unterstützt auch einen sicheren Transport über größere Strecken.
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  • Baumstämme sowie Bretter, Balken und Platten aus Holz und Verbundwerkstoffen
  • Fertighausteile
  • Schweißkonstruktionen, Maschinenrahmen und komplette Maschinen
  • Walzen und andere Werkzeuge für Maschinen
  • Masten und Türme aus Beton, Stahl, Aluminium und GFK-Werkstoffen
  • Rohre aus Beton, Steinzeug, Kunststoff und Verbundwerkstoffen
  • Bodenbeläge und Teppichböden in Rollen
  • Papierrollen
  • Schalungselemente
  • Kranbauteile
  • Container
  • Kabeltrommeln
  • Übergroße Paletten und Gitterboxen

Das eröffnet diesen Flurförderzeugen ein breites Anwendungsspektrum von der Industrie über Gewerbebetriebe und große Handwerksbetriebe bis hin zu Groß- und Einzelhandelsunternehmen und natürlich in Häfen, Frachtterminals, Logistikzentren und anderen Bereichen des Warenumschlags.

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