Schmalgangstapler

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Schmalgangstapler – hoch hinaus auf engstem Raum

Schmalgangstapler wurden für den Einsatz in modernen Hochregallägern entwickelt, wo sie sowohl zum Kommissionieren oder zum Ein- und Auslagern von kompletten Paletten eingesetzt werden können. Wie der Name bereits andeutet, sind Schmalgangstapler echte Raumwunder, die eine besonders kompakte Lagerung von Paletten im Hochregal möglich machen, sie bieten damit den höchsten Flächennutzungsgrad aller Flurförderzeuge – noch dichter lassen sich Waren nur in einem automatisierten Hochregallager lagern.

Schmalgangstapler
Schmalgangstapler © Jungheinrich

Schmalgangstapler-Typen

Grundsätzlich lassen sich Schmalgangstapler in zwei Klassen einteilen: Man-Up-Geräte wie Kommissionierer, bei denen die Fahrerkabine am Hubgerüst angehoben wird und den Werker auf die Ebene der gelagerten Ware bringt, sowie Man-Down-Geräte wie Schwenkschubstapler, bei denen die Fahrerkabine nicht vertikal bewegt wird und nur der Hubmast mit der Gabel angehoben wird.

Damit der Fahrer bei Man-Down-Modellen die Höhe der Gabel korrekt einschätzen kann, ist dort eine Kamera montiert, die ihr Signal an einen Monitor in der Fahrerkabine sendet. Ebenso ist eine Höhenskalierung mit elektrischen Signalgebern (RFID-Responder) oder optisch (über Barcodes) möglich.

Schmalgangstapler in der Praxis
Schmalgangstapler benötigen weniger Platz © Toyota

Der Einsatzzweck definiert auch die Art des Hubgerüsts: Während bei einem Kommissionierer die Gabelzinken wie bei einem Frontstapler nach vorne ausgerichtet sind, sind sie bei einem Schwenkschubstapler drehbar und so auch in der Lage, Lasten sowohl frontal wie auch seitlich aufzunehmen und abzugeben. Paletten können damit auf engstem Raum sicher ein- oder ausgelagert werden.

Es gibt Schwenkschubstapler, die ihre Gabel in eine Richtung um 90 ° drehen können (Zweiseitenstapler), wodurch es bei zweiseitigen Lagergängen erforderlich wird, das Fahrzeug zu drehen, um Paletten aus der anderen Regalseite zu nehmen. Flexibler sind Geräte, die die Gabelzinken in beide Richtungen um 90 ° drehen können (Dreiseitenstapler), hier entfällt die Notwendigkeit eines Gangwechsels.

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Immer geradeaus – Führungssysteme

Ein charakteristisches Merkmal von Schmalganglagern ist, dass sie schnurgerade verlaufen, denn nur so lässt sich die verfügbare Fläche optimal ausnutzen. Zudem sind die Abstände zwischen den Regalzeilen auf ein Minimum reduziert, so dass beim Schmalgangstapler bereits eine kleine Abweichung von der geraden Ideallinie eine Katastrophe zur Folge haben kann. Um zu verhindern, dass der Hochregalstapler beim Manövrieren im Gang in das Regal fährt, werden Schmalgangstapler daher geführt, der Bediener muss sich also im Gang nicht auf das Einhalten der Ideallinie konzentrieren.

Die einfachste Führung ist eine beidseitige Metallschiene, die Seitwärtsbewegungen des Staplers verhindert. Diese Lösung wird jedoch bei zunehmender Länger und Anzahl der Gänge immer unwirtschaftlicher, da große Mengen Material verbaut werden müssen. Zudem schränken die Schienen die Nutzbarkeit der untersten Regalebene (Bodenlagerung) ein und sind besonders im Bereich der Gangeinfahrten gefährdet.

Aus diesen Gründen werden bei großen Hochregalsystemen anstelle von Schienen Induktionsdrähte eingesetzt. Diese werden exakt mittig verlaufend im Boden eingelassen, der dafür gefräst und anschließend neu versiegelt werden muss. Der Schmalgangstapler wird dann durch das Magnetfeld des Drahtes geleitet und auf Spur gehalten.

Antrieb und Motor

Da Schmalgangstapler in geschlossenen Lagerhallen eingesetzt werden, verfügen sie über starke Elektromotoren. Deren Batterien bilden gleichzeitig das erforderliche Gegengewicht und sind in der Regel ausreichend dimensioniert, um eine komplette Schicht durchzuhalten. Ihre Spannung liegt, je nach Leistung, bei 48 oder 80 V. Um Energie zu sparen, verfügen moderne Hochregalstapler häufig über Energierückgewinnungssysteme, mit denen beim Senken des Mastes oder beim Bremsen freiwerdende Energie wieder dem Akku zugeführt und so dessen Laufzeit verlängert wird.

Motoren mit Drehstromtechnik stellen die optimale Motorisierung von Hochregalstaplern dar, da sie einen hohen Wirkungsgrad bieten und dabei nur einen geringen Wartungsaufwand verursachen.

Bedienung und Sicherheit

Schmalgangstapler werden komplett aus der Fahrerkabine bedient, sämtliche Funktionen sind über das zentral angebrachte Bedienpult zu erreichen. Die Fahrzeugsteuerung erfolgt meist über Ballenbügelgriffe, mit denen das Fahrzeug selber und der Hubmast bewegt werden, alternativ sind auch Drehregler, Einzel- oder Multifunktionshebel möglich.

Damit der Fahrer in der Höhe nicht aus der Kabine fallen kann, sind beidseitig klappbare Seitenschranken vorhanden. Die maximale Tragfähigkeit richtet sich auch nach der möglichen Hubhöhe, da sich damit auch der Schwerpunkt des Gerätes verlagert, sie liegt bei etwa 1.000 bis 1.500 kg. Die notwendige Stabilität wird durch Duplex- oder Triplex-Masten aus hochfestem Stahl erreicht, so dass Schmalgangstapler Höhen von bis zu 17 Meter erreichen können.

Kosten und Finanzierung

Für einen neuen Schmalgangstapler müssen zwischen 5.000 und über 50.000 Euro investiert werden, abhängig vom Modell, Aufbau und technischen Daten wie Hubhöhe und Nutzlast. Ein Hochregalstapler mit einer Hubhöhe von 10 Metern liegt neu bei etwa 30.000 Euro, deutlich günstiger sind allerdings gebrauchte Modelle, bei denen teilweise mehr als 50 Prozent gegenüber dem Neupreis gespart werden kann. Es empfielt sich vor dem Kauf einen Preisvergleich für Schalgangstapler durchzuführen.

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