Stapler Kosten

Weitersagen:
Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden
Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach

Staplerbeschaffung – Kosten

Die Kriterien für die Staplerauswahl ergeben ein Anforderungsprofil, dem ein Gerät entsprechen muss, damit es sich für bestimmte Aufgaben in einem Unternehmen eignet. Wichtige Kriterien sind die Leistungsdaten wie Hubhöhe, Tragfähigkeit, Geschwindigkeit sowie der Antrieb. Doch abgesehen von den technischen und funktionalen Anforderungen sind es die Kosten, die eine Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Anbieter oder ein bestimmtes Modell beeinflussen.

Stapler Kosten
Kosten Stapler © Wylezich, fotolia.com

Die Kosten eines Staplers sind mehr als nur der Kaufpreis

Was kostet ein Stapler? Preislisten und Datenblätter liefern allenfalls einen Bruchteil der Informationen, die für die Beantwortung dieser Frage erforderlich sind, denn der Listenpreis alleine ist nicht besonders aussagekräftig, wie die folgende Übersicht verdeutlich:

Antrieb Tragkraft bis 2,0 Tonnen Tragkraft bis 3,5 Tonnen Tragkraft mehr als 3,5 Tonnen
Elektro 18.000 bis 25.000 Euro 25.000 bis 40.000 Euro ab 40.000 Euro
Diesel 15.000 bis 20.000 Euro 20.000 bis 30.000 Euro ab 30.000 Euro
Gas 16.000 bis 22.000 Euro 22.000 bis 35.000 Euro ab 35.000 Euro

Nicht nur die großen Preisspannen machen einen direkten Vergleich schwierig bis unmöglich. Von den Gesamtkosten, der sogenannten Total Cost of Ownership, machen sie nur einen Anteil von ca.10 Prozent aus. Die restlichen 90 Prozent entfallen auf die Betriebskosten, von denen wiederum Energie- und Servicekosten zusammen etwa 10 Prozent ausmachen. Der mit 80 Prozent an den Gesamtkosten größte Anteil sind die Personalkosten, denn schließlich muss der Stapler ja auch bedient werden.

Diagramm Gesamtkosten Gabelstapler © staplerberater.de
Diagramm Gesamtkosten Gabelstapler © staplerberater.de

Stapler Anschaffungskosten

Die Investitionskosten für einen neuen Stapler liegen im fünf- bis sechsstelligen Bereich. Das ist auch für größere Unternehmen eine Investition, deren Gesamtwirtschaftlichkeit geprüft und gewährleistet werden muss. Dabei ist nicht der reine Anschaffungspreis ausschlaggebend, sondern vor allem der Nutzwert. So kann sich ein höherer Anschaffungspreis schneller amortisieren, wenn ein Stapler durch bessere Technik einen höheren Nutzen bietet. Zudem steht höheren Investitionskosten auch ein höherer Restwert entgegen. Und schließlich gibt es neben dem Kauf noch weitere Finanzierungskonzepte, mit denen die Liquidität geschont und dennoch die Investition getätigt werden kann: Leasing, Mietkauf oder Miete.
´Vergleich Finanzierungsarten

Miete Leasing Mietkauf
Finanzierung
kostenlose Rückgabemöglichkeit Optional
Full Service Optional Optional
Wartung
Sicherheitsservice
Tipp: Nutzen Sie unseren kostenlosen Angebotsservice: Preise von gebrauchten oder neuen Staplern vergleichen und bis zu 30 Prozent sparen

Elektroantrieb oder Verbrenner?

Elektrostapler sind in der Anschaffung teurer als Flurförderzeug mit Diesel- oder Gasantrieb. Dies ist vor allem in den hohen Kosten für die Antriebsbatterie nebst gegebenenfalls einer Wechselbatterie und im Vorhalten der entsprechenden Ladestation in einem separaten, gut belüfteten Raum begründet.

Andererseits sind die Energiekosten pro Arbeitsstunde bei einem Elektrostapler in der Regel geringer als bei Staplern mit Verbrennungsmotor. Den geringeren Anschaffungskosten für einen Stapler mit Verbrennungsmotor stehen neben höheren Treibstoffkosten auch höhere Wartungskosten gegenüber, was die Kosten auf die gesamte Nutzungsdauer des Staplers erhöht. Dafür bieten dieselbetriebene Stapler die größten Leistungsreserven und sind auch für den rauen Einsatz im Freien geeignet.

Hohe Hubhöhe Stapler
Optimale Anpassung und Ausstattung erhöhen die Produktivität © STILL GmbH

Servicekosten für Gabelstapler

Verfügbarkeit ist das Stichwort, wenn es darum geht, eine Maschine oder Anlage wirtschaftlich zu betreiben. Ein Gabelstapler, der wegen eines Defektes nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden kann, bringt kein Geld ein, sondern verursacht Kosten. Die Folgen sind vielfältig: Umschlagzeiten verlängern sich, Fahrzeuge können nicht be- oder entladen werden, und schlimmstenfalls kommt es in produktiven Bereichen zum Stillstand, etwa wenn der Stapler die Teile für die Fertigung heranschaffen muss.

Wartung, also die vorbeugende Instandhaltung, verringert Standzeiten und Reparaturkosten. Ein individuell ausgestalteter Wartungsvertrag bietet eine Möglichkeit, sich zu überschaubaren Kosten abzusichern. Dabei ist es vorteilhaft, mit einem Unternehmen zusammenzuarbeiten, dessen Servicetechniker im Bedarfsfall schnell vor Ort sind. Im Vertrag kann auch eingeschlossen sein, dass bei größeren Reparaturen ein Ersatzstapler gestellt wird.

Gabelstapler Funktionspruefung mit Checkliste
Gabelstapler: Regelmäßiger Service und Wartung sind wichtig © Corepics, fotolia.com

Die technische Weiterentwicklung verläuft bei Flurförderzeugen ganz ähnlich, wie man es von Pkw gewohnt ist: Die Wartungsintervalle werden immer länger. Moderne Stapler der neuesten Generation bieten von Hause aus meist sehr große Wartungsintervalle und kommen bis zu 1.000 Betriebsstunden ohne Techniker aus – vorausgesetzt, das Gerät wird ordnungsgemäß betrieben und gepflegt.

Sorgfalt spart bares Geld

Ein nicht unbeträchtlicher Kostenfaktor ist der pflegliche Umgang mit Arbeitsmitteln. Unnötiger Verschleiß lässt sich oft vermeiden, wenn Mitarbeiter über mögliche Ursache-Wirkung-Zusammenhänge informiert sind und motiviert werden, dies bei der täglichen Arbeit zu berücksichtigen. Häufig sind beispielsweise Reifen von Beschädigungen betroffen, die sich bei entsprechender Umsicht verhindern lassen.

Sicherheitsabstand halten
Vorausschauend fahren und Unfälle vermeiden

Beschädigungen durch unachtsames Rangieren sind vermeidbar, und Schäden durch Überlastung, falsche Batterieladung oder mangelnde Sorgfalt bei der täglichen Funktionsprüfung müssen ebenfalls nicht sein und können die Reparaturkosten massiv ansteigen lassen.

Energiekosten für Gabelstapler

Energieeffizienz spielt bei Gabelstaplern eine wichtige Rolle, sowohl bei solchen mit Verbrennungsmotoren als auch bei elektrisch betriebenen. Erreicht wird eine hohe Effizienz heute durch neue Antriebs- und Motortechnologien. Moderne Elektrostapler sind zudem in der Lage, Energie beim Bremsen zurückzugewinnen und so länger mit einer Batterieladung durchzuhalten.

Säuregehalt der Batterie messen
Batterie pflegen und warten © corepics, fotolia.com

Beim Vergleich mit den Anschaffungskosten erscheint eine Ersparnis bei den Energiekosten fast unbedeutend. Diese Kosten kumulieren sich jedoch über die gesamte Nutzungsdauer: Über viele Betriebsstunden hinweg entsteht auch bei kleinen Einzeleinsparungen ein immer bedeutenderer wirtschaftlicher Nutzen. Zudem ist der Wiederverkaufswert besonders energieeffizienter Geräte höher, und nicht zuletzt profitiert die Energiebilanz des Unternehmens von Flurförderzeugen mit energiesparender Technik.

Personalkosten für Gabelstapler

Mit etwa 80 Prozent machen die Personalkosten den Löwenanteil an den Gesamtkosten aus. Sie werden etwa herangezogen, um für die innerbetriebliche Kostenrechnung einen Stundensatz für den Staplereinsatz zu kalkulieren. Dabei werden die relevanten Personalkosten durch die erwarteten Leistungsstunden eines Jahres geteilt, ohne zu berücksichtigen, welche Leistung pro Stunde abgerufen wird.

Gabelstapler Unterweisung © Kzeno, fotolia.com
Stapler Bedienung: Gut geschultes Personal ist wichtig © Kzeno, fotolia.com

Die Personalkosten hängen nicht nur mit den technischen Möglichkeiten des Staplers ab, sondern auch von den ergonomischen Aspekten der Arbeitsplatz- und Arbeitsablaufgestaltung. So steigern beispielsweise Fahrkomfort und durchdachte Bedienungsabläufe die Arbeitsleistung und Motivation. Ein nach ergonomischen Erkenntnissen optimal gestalteter Arbeitsplatz erhöht die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und verringert die körperliche Belastung und so auch die Zahl und Dauer der Krankmeldungen. Ein Unternehmen, das auf die Ergonomie und Produktivität achtet, steigert dadurch auch die Wertschöpfung, die das System aus Fahrer und Stapler erzielen kann, und damit die Produktivität – ein entscheidender Faktor bei 80 Prozent Personalkostenanteil.

Höhere Produktivität senkt die Kosten nachhaltig

Die Produktivität ist eine Leistungskennzahl, die angibt, welche Ausbringungsmenge mit einem bestimmten Arbeits- und Zeiteinsatz erzielt wird. Je schneller eine Aufgabe erledigt ist, desto produktiver wurde gearbeitet – und da Zeit Geld ist, ist eine höhere Produktivität gleichzusetzen mit einer höheren Wirtschaftlichkeit.

Ein Stapler, der in einer Stunde einen kompletten Lkw entladen kann, ist wirtschaftlicher als etwa ein Handhubwagen, der für eine Komplettladung 2,5 Stunden benötigt – trotz erheblich höherer Anschaffungskosten. Und auch beim Vergleich zweier Stapler können sich signifikante Unterschiede in der Leistung ergeben, etwa bei der Nutzungsdauer der Batterie, der Geschwindigkeit von Hubmast und Antrieb oder der beim Rangieren auf engstem Raum. So sind die Unterschiede bei vergleichbaren Frontstaplern inzwischen oft nur noch marginal. Bei anderen Flurförderzeugen gibt es dagegen immer wieder Innovationen, etwa um beim Ein- und Auslagern von Paletten im Hochregallager oder beim Kommissionieren die letzten Produktivitätsreserven auszuloten und noch ein paar Prozentpunkte mehr herauszuholen.

Hierbei gilt: Je häufiger bestimmte Tätigkeiten im Verlauf der gesamten Nutzungsdauer absolviert werden müssen, desto wichtiger ist es, sie technisch und organisatorisch bestmöglich zu unterstützen. Ein Beispiel dafür ist beispielsweise ein Hochhubkommissionierer, der nacheinander zunächst die horizontale und dann die vertikale Regalposition anfährt.

Verglichen mit einem moderneren Gerät, das bei der Anfahrt des Regalplatzes beide Bewegungen gleichzeitig ausführt, ermöglicht das eine für sich betrachtet minimale Zeitersparnis zwischen zwei Kommissioniervorgängen. Bei 10.000 Vorgängen pro Monat in einem Betrieb mit fünf Geräten werden jedoch bei nur sechs Sekunden Zeitersparnis pro Vorgang im Monat insgesamt rund 80 Stunden eingespart, was etwa einer halben Stelle entspricht.

Tipp: Wer es ganz genau Wissen möchte: Total Cost of Ownership am Beispiel eines Gabelstaplers

Gabelstapler Kosten: Viele Faktoren nehmen Einfluss

Bislang war ein weiteres entscheidendes Kriterium die Motorleistung. Zumindest im unteren und mittleren Leistungssegment sind die Leistungsunterschiede zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor heute weitgehend angeglichen. Im Bereich höherer Leistungen bleibt der Verbrennungsmotor jedoch nach wie vor die günstigere Lösung – und bei Hochleistungsgeräten wie Schwerlast- und Geländestaplern vorläufig auch die einzige.

Obwohl der Trend klar zu Elektrostaplern geht, werden Stapler mit Verbrennungsmotor für bestimmte Anwendungen auch in Zukunft alternativlos bleiben, zumal die Energieeffizienz bei Verbrennern ebenfalls immer weiter verbessert wird. So reduzieren moderne Motortechnologien und Drei-Wege-Katalysatoren die Emissionen bei Gas- und Dieselstaplern und erhöhen die Effizienz. Daher sind bei der Entscheidung zwischen Elektrostaplern und Staplern mit Verbrennungsmotor auch künftig sowohl Kosten und Produktivität als auch technische Eignung und Umweltverträglichkeit zu berücksichtigen.

Tipp: Stapler Kosten senken durch günstigen Anschaffungspreis: Nutzen Sie unseren Angebotsservice für Stapler

Staplerkauf: Das Ganze sehen

Unter wirtschaftlichen Aspekten ist es ein Fehler, nur auf den Anschaffungspreis zu schauen. Eine scheinbare Ersparnis kann auf Dauer teurer werden. Denn nur, wenn alle Kosten über die gesamte Nutzungszeit bewertet werden – und hier sorgen vor allem die Personalkosten für den Großteil der Gesamtkosten – lässt sich das wirtschaftlich tragfähigste Angebot ermitteln.

Hat Ihnen der Artikel gefallen?
Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach

Artikel teilen: