Hubhöhe

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Auswahlkriterium: Hubhöhe/Hubgerüst

In vielen Unternehmen – vom Einzelhandel über Handwerk und Gewerbe bis zur Produktionsbetrieben – reicht es aus, dass Flurförderzeuge für den horizontalen Transport einsetzbar sind, oder Höhen von knapp drei Metern bedienen können. Dort, wo Lagertätigkeiten im Mittelpunkt stehen, sind dagegen Hubhöhen von über 12 Metern nicht selten.

Sollen Lasten nicht nur geringfügig angehoben, sondern auch ein- und ausgestapelt werden, muss das Flurföderzeug über ein Hubgerüst mit Hubmast verfügen. Je nach Hubhöhe kommen unterschiedliche Hubmasten zum Einsatz. Hier liegt das eigentliche Tätigkeitsfeld für Gabelstapler.

Auf dem Boden bleiben

Nicht immer muss es ein „ausgewachsener“ Stapler sein. So lassen sich Hubwagen sehr gut für den horizontalen Transport einsetzen. Da bleiben auch die Kosten „auf dem Teppich“. Zu sehen ist diese Anwendung beispielsweise täglich in Geschäften des Einzelhandels. Hier reicht häufig ein Niederhubwagen aus. Im einfachsten Fall ist dies ein Gerät mit Handbetrieb. Die Paletten mit gemischten Ladungen werden im Lager aufgenommen und zu den Regalen gefahren. Das Einsortieren der Waren in die richtigen Regalplätze und das korrekte Ausrichten der Produkte erfolgen dann manuell.

Niederhubwagen Hochhubwagen
Links: Niederhubwagen © Toyota, Rechts: Hochhubwagen © Linde Material Handling

Elektrohubwagen mit Fahrantrieb erleichtern die Arbeit. Sie können auch als Mittelhubwagen ausgeführt sein und gestatten dann das Handling von Paletten an Lagerregalen. Auch Hochhubwagen sind erhältlich. Sie lassen sich dort gut betreiben, wo Hubhöhen und Einsatzhäufigkeiten noch keinen leistungsfähigeren Stapler erfordern.

Diese so genannten Mitgängergeräte werden an einer Deichsel geführt und sind sehr kompakt. Ein Vorteil liegt darin, dass kein Personal mit förmlicher Gabelstapler-Ausbildung benötigt wird. Eine Unterweisung reicht aus. Hubwagen mit Fahrerstand schließen die Lücke zu den großen Kollegen.

Eine weitere wichtige Anwendung auf ebenem Boden liegt im horizontalen Kommissionieren. Auch hier können bei leichteren Lasten Hubwagen eingesetzt werden. Dies ist im Großhandel oft der Fall, wenn Waren für die Kunden bereitgestellt werden. Oder in Werkstätten, um Ersatzteile aus dem Lager zum Arbeitsplatz zu schaffen. Auch in Produktionsbetrieben lassen sich die kompakten Flurförderzeuge wirtschaftlich einsetzen.

Wenn es nicht um das Aufnehmen, Heben und Absetzen von Lasten geht, sondern um den Transport auf größeren Strecken, kommen Schlepper zum Einsatz. Die Anhänger, die damit gezogen werden sind relativ einfach mechanisch aufgebaut, kommen ohne Hydraulik oder Elektrik aus und sind sehr robust.

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Routenzüge

Dort, wo in großen Unternehmen eine Fließfertigung betrieben wird, spielt die horizontale Intralogistik eben in einer ganz anderen Liga. So finden sich beispielsweise bei Fahrzeugherstellern so genannte Routenzüge. Sie bestehen aus jeweils einem Schlepper und mehreren Anhängern und dienen Baugruppen oder Komponenten in präzise festgelegten Taktzeiten direkt in die Fertigung an.

Schlepper im Einsatz
Schlepper im Einsatz © Toyota

In großen Werken fahren sie praktisch im Linienverkehr zwischen Lager und den „Haltestellen“ in der Produktion oder zwischen zwei synchronisierten Fertigungslinien. Damit ist die Teileversorgung der Produktion just in sequence gesichert: jedes Teil zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Zwischenlagerarbeiten entfallen. Und leere Paletten, Kisten oder Gitterboxen stehen nicht im Weg. Der ganze Prozess wird aufgeräumter und planbarer – und damit auch sicherer und wirtschaftlicher.

Ab ins Regal

Je nach gewünschter Arbeitshöhe können Stapler mit unterschiedlichen Hubmasten ausgestattet sein: Einfach-/Simplexmast, Zweifach-/Duplexmast, Dreifach-/Triplexmast oder Vierfach-/Quadruplexmast. Ein Simplexmast besteht aus einem äußeren feststehenden Rahmen mit einem Hubschlitten, der fast bis zur Bauhöhe des Mastes angehoben werden kann, in der Regel etwa 1800 mm. Für größere Hubhöhen kann ein Stapler mit Duplexmast eingesetzt werden. Dieser Mast besitzt ein zusätzliches inneres Mastprofil, das die Hubhöhe des Staplers nahezu verdoppelt. In den meisten Fällen ist ein Stapler mit einem Duplexmast ausreichend.

Hohe Hubhöhe Stapler
Hohe Hubhöhe: Mit dem richtigen Stapler kein Problem © STILL GmbH

Entscheidend für die Nutzung ist auch die Hubart des Mastes. Bei einem Simplexmast kann die Unterkante der Last nur bis knapp unter die Maximalhöhe des Mastes verfahren werden. Bei den anderen Masttypen kann die Konstruktion mit Normalhub, Transportfreihub oder Vollfreihub ausgeführt sein.

Die Raumhöhe setzt Grenzen

Der kostengünstige Normalhub erfordert eine große Raumhöhe, da beim Anheben gleichzeitig der Mastschlitten und der Innenmast ausfahren. Masten mit Transportfreihub ermöglichen ein Anheben der Gabel bis etwa 400 mm, bevor der Innenmast ausfährt. Um Einsatzmöglichkeiten sowohl in niedrigeren Hallen als auch in hohen Hallen zu realisieren verfügen moderne Duplex-,Triplex- und Quadruplexmasten über einen so genannten Vollfreihub. Hierdurch kann die Gabel bis fast zur Bauhöhe des Außenmastes angehoben werden, bis die beiden Innenmasten ausfahren. Der Vollfreihub wird durch ineinander liegende Hydraulikzylinder realisiert.

Wenn es besonders hoch hinausgehen soll, sind Dreifach- und Vierfachmasten unabdingbar. Mit einem Quadruplexmast lassen sich Arbeitshöhen von mehr als 16 Metern erreichen. Um so große Arbeitshöhen zu realisieren, müssen die Masten auch in eingefahrenem Zustand sehr hoch sein. Bei den angesprochenen 16 Metern hat der Stapler mit Mast dann auch bereits eine Höhe von deutlich mehr als 4 Meter. Eine Halle, in der solche Flurförderzeuge betrieben werden, muss also auf allen Verkehrsflächen eine lichte Raumhöhe von rund 5 Metern aufweisen – abgehängte Rohrleitungen und Tordurchfahrten eingeschlossen.

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