Staplerarten

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Auswahlkriterium Staplerarten

Neben dem Hubmaststapler als Prototyp des Gabelstaplers schlechthin gibt es eine Reihe von Staplern für spezielle Aufgaben. Zum Beispiel Schubmaststapler, Kommissionierer, Seitenstapler, Containerstapler oder Teleskopstapler. Diese speziellen Flurförderzeuge sind in ihrem Aufgabenbereich entweder deutlich produktiver und damit wirtschaftlicher als ein Hubmaststapler, oder einfach unabdingbar.

Hubmaststapler

Als vielseitiges Arbeitspferd hat sich der Hubmaststapler oder Gegengewichtsstapler seit Jahrzehnten bewährt. Er kann die meisten Aufgaben in Handel, Handwerk, Gewerbe, Industrie und Logistik übernehmen und ist damit oft die richtige Wahl. Für besondere Aufgaben kann ein Hubmaststapler durch zusätzliche Anbaugeräte für ein noch breiteres Arbeitsspektrum aufgewertet werden. In vielen Fällen –vor allem dort, wo diese Aufgaben nur gelegentlich anfallen – ist daher die Anschaffung eines zusätzlichen Spezialstaplers nicht erforderlich.

Hubmaststapler
Hubmaststapler © Supertrooper, fotolia.com

Schubmaststapler

Im Gegensatz zu Hubmaststaplern, die ihre Standsicherheit vor allem durch ein Gegengewicht erhalten, sind Schubmaststapler an ihrer Front mit Radarmen ausgestattet. Der Mast liegt innerhalb der Radarme, wird also von den Rädern gestützt. Bei der Lastaufnahme wird der Mast nach vorne geschoben und lässt sich bis auf den Boden senken. Er liegt dann frei vor dem Stapler. Nach Aufnahme der Last wird der Mast zurückgezogen und liegt wieder innerhalb der Radarme – ideal für den Palettentransport. Durch die Konstruktion ist ein deutlich geringeres Gegengewicht gegenüber Hubmaststaplern erforderlich und die Geräte können kürzer gebaut werden. So entsteht der Raumgewinn, der für die enge Welt der Regale erforderlich ist.

Schubmaststapler
Schubmaststapler © STILL
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Kommissionierer

Kommissionierstapler, Kommissionierer oder Order-Picker werden eingesetzt, um Ware für einen vorgegebenen Kunden- oder Produktionsauftrag zusammenzustellen. Mittelhubkommissionierer arbeiten bis zu einer Höhe von etwa 6,5 m. Hochhubkommissionierer können bis in Höhen von über 14 Metern eingesetzt werden, was etwa einem fünfstöckigen Gebäude entspricht. Beide Varianten sind so konstruiert, dass sowohl der Fahrerstand oder Fahrersitz als auch die Gabel auf Arbeitshöhe angehoben werden können. Diese als „Man up“-Modelle bezeichneten Stapler ermöglichen es dem Fahrer, Kommissionierarbeiten in dieser Höhe bequem durchzuführen.

Kommissionierstapler
Kommissionierstapler © Toyota

Seitenstapler

Bei Seitenstaplern, die auch Quergabelstapler genannt werden, ist die Lastaufnahmeeinrichtung mit dem Gabelpaar quer zur Fahrtrichtung angeordnet. Auch der Fahrersitz ist quer angebracht, damit der Fahrer die Last beim Aufnehmen und Absetzen im Blick hat. Dadurch bedingt muss er bei der Fahrt nach links oder rechts schauen. Drehbare Fahrersitze erleichtern die Fahrtätigkeit. Durch die seitliche Lastaufnahme bestimmt nicht mehr die Länge der Last oder des Fahrzeugs die erforderliche Verkehrsfläche, sondern nur noch die Breite des Fahrzeugs. So können auch schmale Gänge befahren und Tore passiert werden.

Seitenstapler
Seitenstapler © Baumann Srl

Containerstapler

Containerstapler, auch Reachstacker oder Greifstapler genannt, verfügen über einen Ausleger, an dem das Containergeschirr als Lastaufnahmemittel befestigt ist. Der Spreader (vom englischen spread = spreizen) besteht aus einem auf die verschiedene Containermaße einstellbaren Rahmen, der in die vier oberen Eckbeschlägen der Container eingreift und sich dort mit Drehbolzen (Twistlocks) automatisch verriegelt. Ein Containerstapler greift also den Container von oben. Eine Alternative für intensiven Containerumschlag sind Portalwagen. Im Prinzip bestehen die Hubwagen aus einem portalförmigen Rahmen und einer dazwischen hängenden Hubvorrichtung. Als so genannte Topspreader fahren sie über den zu ladenden Container und greifen ihn von oben.

Containerstapler
Containerstapler © Hyster Germany GmbH

Teleskopstapler

Gemeinsames Merkmal aller Teleskopstapler ist ein Teleskoparm, der mittig im Fahrzeug angeordnet und am hinteren Ende des Fahrzeugs gelagert ist. Dieser Arm wird mit Hydraulikzylindern gehoben und gesenkt. Zusammen mit dem Teleskopmechanismus ergeben sich zwei Bewegungsrichtungen, durch deren Überlagerung jede Position im Arbeitsfeld erreicht werden kann. Die Lagerung des Teleskoparms mittig am Fahrzeugheck ermöglicht durch den großen Abstand zur Vorderachse eine hohe Tragfähigkeit bei Arbeiten in Fahrzeuglängsrichtung. Teleskopstapler werden auch als Stapler mit veränderlicher Reichweite bezeichnet. Teleskopstapler können mit Anbaugeräten betrieben werden. Die freien Hydraulikanschlüsse am Kopf der Teleskoparme gestatten den einfachen Anschluss hydraulisch betriebener Anbaugeräte.

Teleskopstapler
Teleskopstapler in der Recycling-Industrie © Merlo Deutschland GmbH

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