Stapler in der Getränkeindustrie

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Mission Durst – Gabelstapler in der Getränkeindustrie

Wenn sich spätestens ab Mai die Außentemperaturen dauerhaft wieder deutlich über 20 °C einpendeln, wird in Deutschland die Grillsaison eröffnet. Und dazu gehören natürlich neben kulinarischen Leckerbissen unbedingt auch Getränke. Gut gekühlt und jederzeit in ausreichender Menge im Super- oder Getränkemarkt vorrätig. Um das flächendeckend in der ganzen Bundesrepublik und darüber hinaus zu gewährleisten, müssen Getränkeproduzenten und Großhändler lange vorher logistisch in Vorleistung gehen. Ohne Stapler und Flurförderzeuge wäre es dabei schlechterdings nicht möglich, Biere, Limonaden, Mineralwässer und andere Getränke wirtschaftlich umzuschlagen, denn in der Getränkeindustrie werden täglich hohe Tonnagen bewegt.

Gabelstapler in einer Brauerei © Pavel Losevsky, fotolia.com
Gabelstapler in einer Brauerei © Pavel Losevsky, fotolia.com

Daher werden an die eingesetzte Staplertechnik hohe Anforderungen gestellt, etwa in Bezug auf die Tragfähigkeit, Hubhöhe und Arbeitsgeschwindigkeit. Des Weiteren sind besonders in der Produktion auch Aspekte wie die Ruß- oder Lärmemission zu berücksichtigen. Oft kommen in der Getränkeindustrie daher modifizierte Baureihen zum Einsatz, die beispielsweise mit zusätzlichen Gabeln ausgestattet werden. So können mit einer Fahrt bis zu sechs Paletten gleichzeitig transportiert werden, wodurch sich die Handlings- und Transportkosten deutlich reduzieren lassen.

Allgemeine Hinweise auf die Besonderheiten der jeweiligen Branche

Brauereien, Abfüllereien, Getränkegroßhändler sowie Weingüter sind die typischen Akteure in der Getränkeindustrie. Auch wenn der Bierkonsum insgesamt seit Jahren ebenso rückläufig ist wie die Umsätze der Brauereiwirtschaft, gibt es in Deutschland immer mehr Brauereien. Hierbei handelt es sich oft um kleine Craft-Brauereien, die spezielle Biersorten für den regionalen Markt in verhältnismäßig kleinen Mengen herstellen und sich so erfolgreich in Marktnischen etablieren. Neben diesen kleinen Brauereien gibt es eine stabile Anzahl von Großbrauereien, die auch für den internationalen Markt produzieren.

Generell zählen Getränke zu den Fast Moving Consumer Goods (FMCG). Sie sind damit relativ niedrigpreisige Verbrauchsgüter mit einer kurzen Verweildauer beim Händler. In der logistischen Kette kommt es also darauf an, die Güter möglichst schnell und in großen Mengen von der Produktion über den Groß- bis in den Einzelhandel zu verbringen. Zusätzlich muss der Logistikkreislauf für das mit Pfand versehene Leergut geschlossen werden. Hierbei werden ähnlich hohe Durchsatzzahlen wie beim Vollgut erreicht, allerdings sind die zu transportierenden Gewichte deutlich geringer.

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Wo werden Stapler in der Getränkeindustrie eingesetzt?

Stapler in der Getränkeindustrie müssen dauerhaft hohe Anforderungen erfüllen, insbesondere bei den Produzenten und Großhändlern. Hier gilt es, palettierte Güter schnell und sicher zu bewegen, für den Transport vorzubereiten und zu verladen. Bier- und Softgetränkekästen werden zu Ladeeinheiten von oftmals mehr als einem Meter Höhe zusammengestellt. Fässer werden in speziellen Ladungsträgern gebündelt und so transportfähig gemacht. Zudem finden in der Produktion oft auch Gitter- oder geschlossene Kunststoffboxen Verwendung, die wie Europaletten unterfahrbar und stapelbar sind.

Stapler sorgen dafür, dass die Paletten von der Produktion oder dem Produktionslager möglichst schnell und gleichzeitig sicher transportiert werden, denn ein Unfall könnte die gesamte Produktion für Stunden lahmlegen. Größere Brauereien oder Getränkehersteller setzen auch Fördertechnik ein, etwa Palettenrollbahnen, auf denen die für die Verladung konfektionierten Paletten und Ladungsträger automatisch bis zu einem Übergabepunkt verbracht und dort von einem Frontstapler aufgenommen und auf einen LKW oder Auflieger verladen werden.

Gabelstapler beläd LKW © industrieblick, fotolia.com
Gabelstapler beläd LKW © industrieblick, fotolia.com

Aus diesem Grund kommen vor allem Gegengewichtsstapler zum Einsatz, für die Einzelverladung bisweilen auch Hubwagen mit einer ausreichend hohen Leistungsreserve. Da die FMCG (Fast Moving Consumer Goods) sich durch kurze Lagerverweildauern auszeichnen, werden nur selten Kommissioniergeräte eingesetzt. Auch Hochregallager sind in diesem Indstriezweig eher die Ausnahme denn die Regel; sie finden sich dann vorwiegend bei Großhändlern, die neben Getränken auch andere Lebensmittel für die angeschlossenen Filialen bevorraten und ausliefern, oder bei kleineren Brauereien und Abfüllern.

Klotzen, nicht kleckern – Stapler in der Getränkeindustrie sind Hochleistungsgeräte

Aufgrund der hohen Lastgewichte, des hohen Durchsatzes und begrenzter räumlicher Situationen eignen sich für den täglichen Einsatz in der Getränkeindustrie vor allem Frontstapler mit Elektro- oder Dieselantrieb, die eine Tragfähigkeit von 2 bis 4,5 Tonnen aufweisen. Um diese Maximallasten aufnehmen zu können, werden die Geräte oft mit speziellen Lastaufnahmemitteln, etwa Mehrfach-Klammergabeln oder Fassgreifer, ausgestattet.

Neben der Tragfähigkeit spielt auch die Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle. Denn besonders auf gerader Strecke können so bei jedem Transportvorgang wertvolle Sekunden eingespart werden. Und das rechnet sich, denn nicht nur in den Sommermonaten müssen bei großen Unternehmen täglich tausende von Paletten transportiert werden.

Ein anderes wichtiges Kriterium ist der Wendekreis des Staplers. Je kleiner dieser ausfällt, desto wendiger und agiler lässt sich der Stapler einsetzen, was besonders im Bereich der Verladung und im Lager ein entscheidender Vorteil ist. Da die Paletten oftmals im Blocklager bevorratet und dann verladen werden, lässt sich durch kleinere, wendige Geräte die verfügbare Grundfläche optimal nutzen.

Beim Antrieb stehen sowohl Treibgas-, Diesel- als auch Elektromotoren zur Auswahl. Während ein Gas- oder Dieselantrieb den Vorteil bietet, dass der Stapler innerhalb kürzester Zeit wieder aufgetankt werden kann und so die Unterbrechungen auf ein Mindestmaß reduziert werden können, müssen für den Einsatz in der Halle Rußfilter und andere technische Maßnahmen zur Abgasreinigung und zur Sicherstellung der Produktionshygiene installiert werden. Diese erhöhen die Kosten für Anschaffung und Wartung, überdies muss eine entsprechende Tankanlage mit Kraftstoffvorräten eingerichtet werden, um die Staplerflotte kontinuierlich zu versorgen.

Stapler in der Getränkeindustrie  © alessia, fotolia.com
Stapler mit Gasantrieb im Außeneinsatz © alessia, fotolia.com

Elektrobetriebene Stapler lassen sich dagegen auch ohne technische Aufrüstung flexibel in der Halle oder im Freigelände einsetzen. Allerdings stellt sich hier die Problematik, dass ein entladener Akku eben nicht innerhalb von Minuten wieder aufgefüllt ist. Vermeiden lässt sich das, indem Stapler mit Wechselakkus eingesetzt werden. Dazu wird für jedes Gerät ein zweiter Akku genutzt, der außerhalb des Staplers geladen und bei Bedarf getauscht wird – allerdings ist auch das mit einem hohen technischen und finanziellen Aufwand verbunden.

Wirtschaftlich günstiger und damit sinnvoller sind Stapler mit Schnellladetechnologie, etwa die von BYD entwickelte Lithium-Eisen-Phosphat-Batterietechnologie. Diese Technologie verkürzt die Ladezyklen auf eine bis zwei Stunden und eignet sich damit auch für intensive Nutzung der Geräte. Kleinere Unternehmen setzen hingegen oft auf die Möglichkeit, den Stapler nicht rund um die Uhr im Einsatz zu haben. Sie lassen ihn stattdessen etwa während der Nacht am Ladegerät. Die Laufzeiten der Batterie müssen in diesem Fall jedoch ausreichend Reserven besitzen, um unterbrechungsfrei arbeiten zu können.

Gerade in größeren Betrieben wird eine Staplerflotte eingesetzt, also eine Vielzahl von gleichen oder ähnlichen Geräten. Diese bietet den Vorteil, dass bei einem Ausfall eines einzelnen Staplers nicht die komplette Supply Chain unterbrochen wird. Das setzt jedoch voraus, dass die Geräte vergleichbare Leistungen bieten, etwa was die Hubhöhe oder die Tragfähigkeit angeht. Aus Kostengründen wird die Flotte oft von einem Hersteller beschafft, wodurch Skaleneffekte bei den Anschaffungs- und Wartungskosten genutzt werden können.

Bei der Entscheidung für einen bestimmten Hersteller sollten jedoch nicht alleine die Anschaffungskosten bewertet werden. Um die Gesamtkosten unterschiedlicher Anbieter zu vergleichen, ist die Total Cost of Ownership (TCO) aussagekräftiger, denn hier fließen auch die Kosten für den gesamten Betrieb mit ein, etwa für Wartungen, Reparaturen, Ausfälle und Standzeiten. Klare Vorteile haben hier Stapler mit hydrostatischen Antriebstechnologien, die zwar nominell einen höheren Anschaffungspreis haben, dafür aber dauerhaft hohe Umschlagleistungen bieten, besonders auf kurzen Strecken und bei vielen Richtungswechseln. Damit sind die TCO solcher Stapler besonders in der Verladung oder Lagerbestückung oftmals günstiger als mechanisch angetriebene Modelle. So kann die Effizienz um bis zu 20 Prozent erhöht werden, was sich direkt in Form von sinkenden Stückkosten auf die Gesamtkosten im Lager oder Versand auswirkt.

Stapler in der Getränkeindustrie – Tipps für die Auswahl

Stapler und FFZ für die Getränkeindustrie müssen auf hohe Leistungen ausgelegt sein. Das betrifft sowohl die Tragfähigkeit, die im Zweifelsfall eher zu hoch als zu niedrig sein sollte, als auch die Hubhöhe. Denn die Paletten mit vollen oder leeren Getränkekisten müssen in Höhen von bis zu zehn Metern eingelagert oder entnommen werden. Da sollte es schon ein Hubmaststapler mit Duplex- oder sogar Triplexmast sein.

Hohe Hubhöhe Stapler
Stapler mit hoher Hubhöhe © STILL GmbH

Der Antrieb sollte so gewählt werden, dass der Stapler die auszuführenden Arbeiten möglichst unterbrechungsfrei durchführen kann. Das betrifft sowohl den möglichen Wechsel von Halle zu Außengelände wie auch die Anzahl von Ladungsträgern, die während einer Schicht umgeschlagen werden müssen. Unterbrechungen im laufenden Betrieb treiben zwangsläufig die Kosten in die Höhe und sorgen für weitreichende Störungen in der gesamten Logistikkette. Daher ist es empfehlenswert, die erforderlichen Kapazitäten mit einer Maximalauslastung zu planen. So bleiben Leistungsreserven, die in Spitzenzeiten abgerufen werden können, um auch dann einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.

Es lohnt sich unter Kostenaspekten auch, die Geschwindigkeiten des Staplers selber sowie des Hubgerüstes zu vergleichen. Einige Hersteller haben Stapler mit Schnellhub im Programm. Diese Option kann sich insbesondere im Lager und Warenausgang lohnen, spart sie doch bei jedem Ein- und Auslagervorgang Sekunden.

Hersteller von Anbaugeräten haben speziell für die Getränkeindustrie eine Vielzahl an Anbaugeräten konzipiert die den Einsatz im täglichen Betrieb optimiert.

Fassgreifer Anbaugerät
Ganze Lagen lassen sich transportieren © KAUP GmbH & Co. KG
Anbaugerät Gabelstapler Lasthalter
Anbaugerät Lasthalter © KAUP GmbH & Co. KG

Neben der technischen Ausstattung sind das Bedienkonzept und die Ausstattung der Fahrerkabine von großer Bedeutung. Denn der Faktor Mensch ist für die Arbeitssicherheit und -geschwindigkeit von entscheidender Bedeutung. Je einfacher und exakter die Bedienung des Staplers ist, desto höher ist die Arbeitsproduktivität. Hydrostatisch angetriebene Stapler sind hier klar im Vorteil, da der Fahrer dabei die Kraft besonders genau und fein dosieren kann.

Eine ergonomisch eingerichtete Fahrerkabine mit einem gefederten und verstellbaren Fahrersitz gewährleistet eine angenehme Arbeitsatmosphäre – eine wichtige Voraussetzung für stundenlanges konzentriertes Arbeiten im Staplersitz. Zudem sollte der Stapler eine gute Rundumsicht gewährleisten, denn häufig können die hohen Paletten nur rückwärts verfahren werden. Vorteilhaft sind daher drehbare Sitze, mit denen der Fahrer die Fahrstrecken ohne Nackenschmerzen absolvieren kann.

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