Getriebe

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Gabelstapler Getriebe

Motorraum Gabelstapler
Motorraum Gabelstapler © Toyota
Eine heute nur noch in wenigen Fällen verwendete Antriebsart für Stapler mit Verbrennungsmotor ist ähnlich aufgebaut wie bei einem Auto mit Handschaltung. Es gibt ein Kupplungspedal, eine Kupplung, ein Schaltgetriebe und für die angetriebene Vorderachse ein Differenzial. Den relativ geringen Herstellungskosten steht eine geringere Produktivität gegenüber. Das macht diese Antriebsart für Länder mit geringen Lohnkosten wirtschaftlich.

Hydrodynamischer Antrieb

Den größten Marktanteil weltweit bilden Gabelstapler mit Drehmomentwandlern, wie sie vom Pkw-Bau her bekannt sind. Bei diesem hydrodynamischen Antrieb wird das Drehmoment durch bewegtes Öl übertragen. Bei geringer Motordrehzahl entsteht an der Ausgangswelle nahezu kein Drehmoment. Mit höherer Drehzahl steigt auch das Drehmoment und der Stapler fährt an. Auch ein Stapler mit Drehmomentwandler benötigt ein Differenzial an der Antriebsachse. Für die Hubarbeit lassen sich mit einem so genannten Inch-Pedal lassen sich der Antriebsstrang sanft entkuppeln und die Antriebsachse abbremsen. Dabei steht durch die gleichbleibende Drehzahl des Motors die gesamte Hydraulikleistung für die Hebefunktion zur Verfügung.

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Hydrostatischer Antrieb

Ein weiteres Antriebskonzept stellt der hydrostatische Antrieb dar, der mit zwei getrennten Hydraulikpumpen für Antrieb und Hub arbeitet und bereits seit den 1950er Jahren auf dem Markt ist. Eine hydraulische Verstellpumpe mit stufenlos regelbarem Hubvolumen erzeugt das Drehmoment, das durch den statischen Druck des Öls auf getrennte Ölmotoren an den Antriebsrädern wirkt. Ein Differenzial ist bei dem so genannten hydrostatischen Antrieb nicht erforderlich. Das Antriebskonzept gestattet feinfühlige Fahr- und Hubbewegungen sowie hohe Umschlagleistungen.

Elektromotorischer Antrieb

Stapler mit rein elektromotorischem Antrieb verfügen entweder über einen Elektromotor, der über ein Differenzial auf die Antriebsachse wirkt oder über zwei Motoren direkt an den Antriebsrädern. Ein Fahrakku dient als Energiequelle und fungiert gleichzeitig als wesentlicher Bestandteil des Gegengewichts. Gängige Betriebsspannung liegen zwischen 24 und 60 V.

Dieselelektrischer Antrieb

Bei dieser Antriebsvariante treibt ein Dieselmotor einen Elektrogenerator an. Mit dem erzeugten Strom wird wiederum ein einzelner drehfeldgeregelter Asynchronmotor angetrieben. Auch eine Ausstattung mit zwei Drehstrommotoren als Radmotoren ist möglich. Der Dieselmotor treibt auch die Zahnradpumpe für die Hubhydraulik an. Die Ergonomie eines Staplers mit dieselelektrischem Antrieb ist mit der eines Hydrostaten vergleichbar. In neueren Modellen kann beim Bremsen Energie zurückgewonnen werden, die in einen Pufferspeicher gespeist wird.

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