Wabenregal

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Wabenregale werden für die platzsparende Lagerung von Langgut und Stangenmaterial verwendet. Ihren Namen verdanken Wabenregale der dichten Anordnung der einzelnen Lagerfächer, die Ähnlichkeit mit einer Bienenwabe aufweist. Die Lagerfächer sind in der Regel tiefer als bei anderen Regalsystemen (3.000 bis 6.000 mm), angepasst an die Standardlängen von Langgut. Wabenregale eignen sich ebenfalls gut für die Lagerung von Materialreststücken, da die einzelnen Lagerfächer relativ klein sind.

Wabenlager © LBL GmbH
Wabenregal © LBL GmbH

Neben dem industriellen Einsatz finden sich Wabenregale auch in vielen Privathaushalten: Das Flaschen- oder Weinregal ist ebenfalls ein typischer Vertreter dieses Regaltyps, hier ist auch häufig die namensgebende Wabenstruktur deutlicher zu erkennen als bei Regalsystemen in Industrie und Handel.

Wabenregale – Aufbau

Wabenregale werden in der Regel als komplett montierte Module eingesetzt. Die einzelnen Lagerfächer werden aus verzinktem Stahlblech gebogen und im Regalrahmen befestigt. Durch den modularen Aufbau können auch Wabenregale mit unterschiedlichen Fächeranzahlen kombiniert werden, etwa um für Artikel mit höheren Lagermengen größere Lagerfächer nutzen zu können.

Das Lagergut kann manuell direkt in die einzelnen Waben eingelagert werden, wobei die Ein- und Auslagerung in der Regel nur von vorne erfolgt. Hierdurch ergibt sich das Lagerungsprinzip „Last in – First out“, es werden also jeweils die zuletzt eingelagerten Güter entnommen.

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Wabenregale – Bedienung

Die Entnahme und Bestückung von Wabenregalen erfolgt in der Regel manuell. Oft gibt es dabei aber auch technische Unterstützung durch einen Kran, Gabelstapler oder ein anderes Flurförderzeug mit einem entsprechenden Anbaugerät, beispielsweise einem Kettenfördersystem und Teleskop. Bei größeren Anlagen mit Kassetten werden auch verfahrbare Regalbediengeräte (RBG) eingesetzt, die bei einer Entnahme die entsprechende Kassette selbstständig entnehmen und an einen fest montierten Bedien- oder Kommissionierplatz ausliefern. Dort werden die benötigten Artikel entnommen; die Kassette wird anschließend durch das RBG in seine Wabe zurückgebracht.

Die Kennzeichnung der einzelnen Lagerfächer erfolgt über eine Beschriftungsleiste, die unter- oder oberhalb der Wabenreihen angebracht werden kann. Empfehlenswert ist jedoch zusätzlich eine Beschriftung mit Bar- oder QR-Code, so dass vor einer Ein- oder Auslagerung das entsprechende Lagerfach mit einem Handscanner erfasst und ausgewertet werden kann. Hierdurch lassen sich Fehler, die gerade bei der dichten Anordnung der Lagerfächer leicht entstehen können, sicher vermeiden.

Wabenregale – Fachlast und Feldlast

Die Fachlast gibt die maximal zulässige Last eines Lagerfaches an. Sie liegt bei Wabenregalen im Bereich von 300 kg oder mehr für Regale ohne Kassettenauszüge. Regalsystemen mit Kassette können je nach Hersteller auch 1.000 kg oder mehr pro Fach aufnehmen. Die Feldlast als Summe aller Fachlasten einer Regalebene ist bei Wabenregalen bauartbedingt zu vernachlässigen, da diese Regale immer als komplette Systeme mit mehreren Ebenen geliefert werden.

Da Wabenregale bei entsprechend hohen Räumen auch übereinander gestapelt werden können, muss die Tragfähigkeit des Bodens vorab geprüft werden. Denn dieser muss das Eigengewicht der Regale sowie das Gewicht des gesamten Lagergutes aufnehmen können.

Wabenregale in der Praxis

Für kleine bis mittelgroße Sortimente mit geringen Lagermengen pro Artikel sind Wabenregale eine besonders kompakte und platzsparende Lagerform für Langgüter aller Art. Ob Rohre, Stangen, Flachprofile, Latten oder Gewindestangen: Langgüter von bis zu 6 Metern Länge können hier einfach und sicher gelagert und kommissioniert werden. Zudem ermöglichen die offenen Fächer einen direkten Blick auf die im Lagerfach befindlichen Artikel, so dass die Bestandskontrolle und Inventur schnell und einfach durchgeführt werden können.

Wabenlager © LBL GmbH
Wabenlager © LBL GmbH

Der Zugriff auf die eingelagerten Güter ist einfach und schnell möglich. Allerdings ist eine relativ große Bedienfläche vor dem Regal notwendig. Deren Gangbreite muss mindestens der Regaltiefe entsprechen. Und wenn ein Stapler oder Hubwagen eingesetzt wird, muss die Gangbreite entsprechend größer sein.

Wabenregale sind sehr belastbar und können einfach durch zusätzliche Module erweitert werden. Allerdings ist bei der Lagerung von schweren Gütern eine zusätzliche Unterstützung in Form eines Krans oder RBG erforderlich, wodurch sich die Investitions- und Wartungskosten dieser ansonsten relativ günstigen Regalvariante erhöhen. Zudem ist eine (nachträgliche) Automatisierung nur in sehr begrenztem Maße möglich. Und auch die Kommissionierleistung ist – verglichen mit einem Paletten- oder Behälterregal – eher gering.

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