Drive-In-Regale

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Drive-In-Regale: Eigenschaften und Einsatzbereiche

Drive-In-Regalsysteme sind Palettenregale, die sich besonders für die kompakte Lagerung von großen Lagermengen auf Paletten eignen. Drive-In-Regale werden in zwei unterschiedlichen Ausführungen gefertigt: als Einfahrregal mit einer offenen Stirnseite und als Durchfahrregale, die von beiden Stirnseiten aus befahren werden können. Gemeinsam ist beiden Varianten, dass die Paletten sowohl in der Tiefe als auch in der Höhe ein- und ausgelagert werden. So wird die verfügbare Grundfläche sehr gut ausgenutzt.

Drive In Regal © LBL GmbH
Drive In Regal © LBL GmbH

Drive-In-Regale – Aufbau

Bei einem Einfahrregal kann der Stapler von der Frontseite her in das Regal fahren und so Paletten von hinten oben einlagern. Hierbei kommt das Lagerprinzip Last in, First out (LiFo) zur Anwendung, es werden also immer die zuletzt eingelagerten Paletten als erste wieder entnommen. Andere Lagerprinzipien können nur durch Umlagerungen realisiert werden.

Bei Durchfahrregalen sind Vorder- und Rückseite des Drive-In-Regals offen; das Regalsystem kann also von beiden Seiten aus mit dem Stapler befahren werden. Hierdurch erhöht sich der Platzbedarf gegenüber einem Einfahrregal, da sich die Regalrückseite nicht an einer Wand befindet. Vielmehr muss an beiden Seiten ausreichend Platz vorhanden sein, um mit dem Stapler samt Palette rangieren zu können. Bei Durchfahrregalen wird das Lagerprinzip First in, First out (FiFo) umgesetzt, das unter anderem bei verderblichen Gütern erforderlich ist.

Ob Einfahr- oder Durchfahrregale: Drive-In-Regale sind individuelle Regalsysteme, die jeweils im Kundenauftrag gefertigt und montiert werden. Hierdurch können individuelle Anforderungen an die Regalarchitektur umgesetzt werden, so dass die verfügbare Grundfläche optimal genutzt werden kann.

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Drive-In-Regale werden modular aufgebaut und bestehen aus Regalständern, an denen in einem definierten Abstand Stahltraversen eingehängt werden, auf denen dann die Paletten gelagert werden. Weil die Regalgänge ausreichend breit für einen Stapler oder ein anderes Flurförderzeug sein müssen, ist bei diesen Regalen nur eine Quereinlagerung der Paletten möglich.

Da die Regale mit einem Stapler bedient werden, sind sie in ihrer Höhe begrenzt. 3 bis 4 Palettenebenen lassen sich in einem Drive-In-Regal realisieren, wobei die maximale Nutzhöhe auch durch die Länge des Hubmastes am Stapler begrenzt ist. Zudem muss bei der Planung beachtet werden, dass die Tragfähigkeit des Staplers mit zunehmender Hubhöhe sinkt, so dass auf den oberen Ebenen nur Paletten mit einem geringeren Gewicht eingelagert werden können.

Um beim Rangieren im Regal Unfälle und Beschädigungen der Regalstützten zu vermeiden, können die Fahrwege mit parallel montierten Führungsschienen gesichert werden. Hierdurch wird verhindert, dass der Stapler (etwa bei einer Rückwärtsfahrt) die Ständer touchiert und damit die Stabilität des Drive-In-Regals beeinträchtigt.

Drive-In-Regale – Bedienung

Die Ein- und Auslagerung in einem Drive-In-Regal erfolgt ausschließlich mit einem Stapler. Der Staplerfahrer nimmt vor dem Regal eine einzulagernde Palette auf und fährt die Gabel auf die Höhe des Lagerfaches, in das die Palette gebucht wurde. Diese wird dann in einer langsamen Vorwärtsbewegung des Staplers im Regalgang bis in das Zielfach gefahren und dort eingelagert.

Zum Einsatz kommen dabei sowohl Front- als auch Seitsitzstapler, die den Vorteil bieten, dass der Fahrer bei der Rückwärtsfahrt freie Sicht auf die Fahrstrecke hat. Grundsätzlich erfordert die Regalbestückung Erfahrung und Routine im Umgang mit dem Stapler. Denn selbst mit montierten Führungsschienen besteht eine vergleichsweise große Gefahr, dass die Reifen, der Hubmast oder andere Teile des Staplers die Traversen oder Ständer berühren, verformen oder beschädigen.

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Drive-In-Regale in der Praxis

Einfahr- oder Durchfahrregale eignen sich besonders gut für die kompakte Lagerung von großvolumigen, jedoch eher leichten Gütern. Der Flächen- und Raumnutzungsgrad liegt bei etwa 70 Prozent, da die Paletten ähnlich wie in einem Blocklager direkt neben- und übereinander gelagert werden. Gleichzeitig bieten sie die Vorteile einer Regallagerung, also einzelne adressierbare Lagerfächer und den Schutz empfindlicher Güter vor Staudruck.

Drive in Regal © LBL GmbH
Drive in Regal © LBL GmbH

Bauartbedingt müssen Paletten in einem Gang sortenrein gelagert werden, da jeweils nur auf die letzte (Einfahrregal) oder erste Palette (Durchfahrregal) direkt zugegriffen werden kann. Daher eignen sich Drive-In-Regale vor allem für palettierte Massengüter mit einer mittleren bis langen Lagerdauer sowie als Nachschublager für Kommissionierbereiche.

Die Ein- und Auslagerung ist im Vergleich (z. B. zu Paletten- oder Hochregalen) schwieriger und zeitaufwendiger. Außerdem müssen die Lagerpaletten in einwandfreiem Zustand sein, um eine sichere Lagerung über die gesamte Lagerdauer zu gewährleisten.

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